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Rheurdt

Tradition versus Moderne in der fünften Jahreszeit 

Die Reiterstaffel des Reit- und Fahrverein Rheurdt 1892 e.V. beim Umzug in Rheurdt.

Am Niederrhein trifft Tradition auf Moderne. Die fünfte Jahreszeit hatte gerade ihren Höhepunkt erreicht und die Mitglieder des Reit- und Fahrverein Rheurdt 1892 e.V. waren mit von der Partie beim diesjährigen Umzug durch den Ort. Als Reiterstaffel mit dem Motto „Dafür, dass heute keiner stört, sorgt die Reiterstaffel Rheurdt“ hatten sie einen Handkarren mit vielen Steckenpferden dabei. Sie wagten sich auch über so manchen Sprung auf dem Zugweg und hatten viel Spaß, laute Musik und gute Laune im Gepäck. 

Zwei Tage später, am Rosenmontag, fand in Köln der traditionelle Umzug statt – ebenfalls mit Rheurdter Beteiligung. Aus dem Verein fahren Jörg Platen und Wolfgang Hegger bereits seit 30 Jahren die Strecke des Rosenmontagszuges an den Leinen der traditionellen Kutschen für die Blauen Funken mit. Jörg Platen fuhr den Bagagewagen für den Nachwuchs und Wolfgang Hegger fuhr das Tanzpaar des Corps über die für Pferde abgestreute Strecke. Sicher an den Leinen, mit viel Erfahrung und einem guten Rundumblick: Genau das ist die Tradition, die der Verein lebt und fördert. Anfangs waren bis zu 30 Kutschpferde nur bei den Blauen Funken mit dabei, in diesem Jahr waren es noch acht Kaltblüter. Diese Pferde sind von klein auf an den Straßenverkehr und an Menschenansammlungen gewöhnt. Ein gutes Gemüt, Gelassenheit und Ruhe zeichnen die Rasse aus. In diesem Jahr neu, fuhr im Corps der Blauen Funken aber auch eine moderne E-Kutsche im Spacedesign mit. Hier traf die Tradition also ebenfalls auf die Moderne. 

Wolfgang Hegger, Ausbilder und Richter, setzt sich immer wieder ehrenamtlich für eine solide Ausbildung an den Fahrleinen ein. Denn dies ist neben einem guten Kutschpferd die zweite Komponente, die die wichtigste Rolle spielt – ob im Straßenverkehr, Gelände oder beim Rosenmontagszug. Ein Gespannführer muss ebenfalls ausgebildet sein. Genau diese Ausbildung, ganz gleich ob gewerblich oder privat, ist in Rheurdt möglich. Am Landesstützpunkt Fahren im Rheinland teilen die Ausbilder gern ihr Wissen. Ein gut vernetzter Fahrsport im Rheinland mit weiteren Co-Standorten ist in Planung und so kann man auch in Zukunft weiterhin die Tradition mit echten Pferdestärken fortführen. 

Beate Günther

Wolfgang Hegger sicher an den Leinen beim Rosenmontagszug.

Fotos: RFV Rheurdt 1892

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