
Die unzähligen Arbeitsstunden, die in die Vorbereitung des Reitgeländes investiert wurden, zahlten sich aus: Am 26.07.2025 erwartete die Teilnehmer und Zuschauer ein ansprechend hergerichteter Turnierplatz mit perfekt präparierten Prüfungs- und Abreiteplätzen. Den Auftakt machten die jungen Pferde. Den Sieg in der ersten Prüfung des Tages, einer Dressurpferdeprüfung der Klasse A, sicherte sich Anja Langenberg vom RV Graf Haeseler Sonsbeck-Labbeck im Sattel von Zabalou mit einer Wertnote von 8,0. In der Gewöhnungsspringprüfung blieben 10 von 14 gestarteten Paaren fehlerfrei und konnten sich über Goldschleife und eine Tüte Pferdeleckerlies freuen. Durch den Sieg in der Springpferdeprüfung Klasse A** erhält Luisa Hendricks vom RFV von Driesen-Asperden-Kessel auf Cailynn van het Keizershof die volle Punktzahl für die Wertung des Rasenchampionats. Den Sieg in der Punktespringprüfung der Klasse A sicherte sich überlegen der älteste Turnierteilnehmer, Reitsportlegende Heinz Eberhard vom RV Eintracht Veen im Sattel von Feodora, da er die maximale Punktzahl in der schnellsten Zeit erreichte. In der Zweiphasenspringprüfung Klasse A**, Wertungsprüfung zum Ü-40-Cup, ließ Hans Herzig vom Pony-RFC Krefeld auf seinem langjährigen Sportpartner Jalisco vd Voorde der Konkurrenz keine Chance: Mit seinem Nullfehlerritt war er vier Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Armin Scheuvens (RFV Heinsberg) auf Enjoy. Ebenfalls deutlich siegte Fenja Klumpe vom RV Seydlitz Kalkar im Sattel von Cosmo Blue AT in der Stilspringprüfung Klasse A** mit einer Wertnote von 8,2 und wurde zusätzlich mit 100 Punkten für die Rasenchampionatswertung belohnt.
Der Höhepunkt des ersten Turniertages war zweifellos das Mannschaftsspringen der Klasse A. In seiner Anmoderation wies der erste Vorsitzende Hermann Dammertz darauf hin, dass dieses seit dem Vereinsjubiläum im Jahr 2015 fester Bestandteil des Turnierprogramms in Aldekerk ist. Sechs Mannschaften gingen im „Aldekerker Nationenpreis“ an den Start. Nach den Normalumläufen hatten zwei Teams eine fehlerfreie Bilanz. Somit fiel die Entscheidung um den Sieg im Stechen. Für das Team des RuFV Ziethen ging Joe Prangenberg auf Torrida in den Parcours und legte eine fehlerfreie Runde vor. Hiervon gänzlich unbeeindruckt, unterbot Maira Müskens auf Milana L mit einem strafpunktfreien Ritt die vorgelegte Zeit und sicherte der Mannschaft des RV von Driesen Asperden-Kessel den Sieg und den Sondergeldpreis.
Auch am zweiten Turniertag wurde erstklassiger Reitsport geboten. Nach den E- und A-Dressuren eroberten die jüngsten Teilnehmer das Dressurviereck. Mit 70 Nennungen in den Nachwuchsprüfungen wurde ein erfreulicher Rekord erreicht. Erstmals wurde eine Führzügelklasse mit Geschicklichkeitsaufgaben angeboten. Richterin Sandra Peters lobte die kindgerechten Wettbewerbe und betonte, dass die Nachwuchsförderung die Basis für die Zukunft des Reitsports ist. Der Führzügelwettbewerb mit Geschicklichkeitsaufgaben fördert neben den reiterlichen, auch die koordinativen Fähigkeiten der Kinder und stärkt das Vertrauen sowie die Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter. Auch der Nachwuchs des gastgebenden Vereins konnte mit einem Sieg und guten Platzierungen überzeugen.
Am Springplatz konnten die Zuschauer Springsport von E-Niveau bis hin zu zwei finalen M-Springprüfungen erleben. Am Morgen wurden die letzten Punkte für das Rasenchampionat vergeben. Luisa Gehrke vom RFV Ziethen sicherte sich im Sattel ihrer Stute Viola die volle Punktzahl, nachdem sie im Springen der Klasse E siegreich war. Für die Siegerrunde des abschließenden M-Springens qualifizierten sich die fünf besten Teilnehmer, die den Normalumlauf ohne Strafpunkte absolviert hatten. Christian Landwehrs vom RV Seydlitz Kamp, im letzten Jahr aufgrund eines Springfehlers Drittplatzierter, machte es in diesem Jahr besser und lieferte im Sattel von Cassius eine fehlerfreie Runde ab. Saskia Bors vom RFV von Bredow Wetten und Zaras Dreams of Scarlet gingen als letztes Paar an den Start und versuchten, die vorgelegte Zeit zu unterbieten. Obwohl die Zeit ausgereicht hätte, vereitelte ein Abwurf an Hindernis fünf den Sieg. Am Ende belegten sie den dritten Platz, da Georg Keisers vom RV Eintracht Veen, im Sattel von Caspar Cool ebenfalls einen Abwurf hatte, aber eine schnellere Zeit vorgelegt hatte und sich somit die Silberschleife sicherte.
Das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Hermann Dammertz zieht im Nachgang eine sehr positive Bilanz: Die Resonanz bei Teilnehmern und Zuschauern war ausgezeichnet. Die angebotenen Prüfungen wurden seitens der Reiter sehr gut angenommen. Und auch die Zuschauerbeteiligung war beeindruckend. Insgesamt war das Turnier eine großartige Werbung für den Amateurreitsport.
Foto: Regina Dicks





