Ein besonderes Event steht unmittelbar bevor: die FEI World Championships Aachen 2026 vom 11. bis 23. August. Ein weiteres könnte in Zukunft folgen: Olympische und Paralympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr mit dem Reitsportstandort Aachen. Die Vorfreude auf unvergessliche Momente im Allianz Park einte kürzlich Ministerpräsident Hendrik Wüst, Oberbürgermeister Michael Ziemons, Erfolgsreiterin Isabell Werth, und ALRV-Präsidentin Stefanie Peters.

„Welcome home – das ist ein selbstbewusstes Statement“, stellte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in Aachen fest und fügte hinzu: „Aber zurecht! Reitsport auf diesem Niveau, auf so einer großen Bühne, mit so vielen Disziplinen vor so vielen Zuschauern – das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt.“ Im August könne Aachen wieder einmal zeigen, dass es genau das kann: Gastgeber sein für mehr als 500.000 Menschen bei einem internationalen Event der Spitzenklasse.
Volles Programm zur WM
Diese spezielle Atmosphäre, die dann in der Stadt herrsche, kennt Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons bereits von den Weltreiterspielen 2006, aber auch vom jährlichen Weltfest des Pferdesports, dem CHIO Aachen. „Wenn Zeit für Reitsport in der Soers ist, knistert es in Aachen immer ganz besonders“, sagt er. Und anlässlich der Reit-WM soll das Knistern natürlich nochmal intensiver ausfallen. Zwei Bühnen auf dem Markt und dem Katschhof, Empfänge der Medaillengewinner mitten in der Innenstadt, kostenlose Konzertveranstaltungen und mehr: „Wir wollen gute Gastgeber sein, damit sich alle bei uns wohlfühlen kann.“
Damit das gelingt, arbeiten Haupt- und Ehrenamtler seit Monaten mit vollem Einsatz an der Vorbereitung. „Es ist eine riesengroße Ehre, dieses Championat ausrichten zu dürfen, aber gleichzeitig natürlich mit einer größeren, positiven Anspannung verbunden“, gibt Stefanie Peters, Präsidentin des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), zu.
Eine, die bereits vor 20 Jahren die außergewöhnliche Atmosphäre erlebt hat und ziemlich sicher auch im August wieder im Allianz Park an den Start gehen wird, ist Isabell Werth. Sie weiß: „Es sind ganz große Fußstapfen, die es zu füllen gilt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir hier in diesem Jahr wieder ein Zeichen in der Welt des Reitsports setzen werden.“
Der Traum von Olympia
Gleichzeitig warf die Dressur-Ikone bereits den Blick weiter in die Zukunft und sprach ihre Hoffnung auf olympische und paralympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr mit Reitsport und Frauenfußball in Aachen aus. „Mit Olympischen Spielen in Aachen würde ein Traum in Erfüllung gehen“, fand die meistdekorierte Olympia-Teilnehmerin Deutschlands emotionale Worte.
Diesen schloss sich der Ministerpräsident nur zu gerne an. Erschaffen werden soll die größte Bühne für den größten Moment – nicht erschaffen werden müssen hingegen die Sportstätten für diese einzigartigen Augenblicke. „Hier in Aachen sieht man klar, was unsere Bewerbung für Olympische Spiele stark macht: Wir machen Deutschland und der Welt das Angebot für die spektakulärsten, kompaktesten und nachhaltigsten Spiele“, ist er überzeugt.
Bürgerentscheid bis 19. April
„Mit unserer mehr als 100-jährigen Erfahrung in der Ausrichtung sportlicher Großereignisse können wir ebenfalls zu solch einem Event beitragen“, sagte Stefanie Peters mit Blick auf die starken Organisationsgeschicke des hauptamtlichen Teams, aber auch auf die 1200 Ehrenamtler, die Jahr für Jahr ihre Zeit für Reitsport in Aachen investieren. Auch Oberbürgermeister Michael Ziemons setzt sich für die Bewerbung ein: „Die Spiele sind das Einzige, was uns hier noch fehlt“, lautete sein Appell an die Bürger, die noch bis zum 19. April Zeit haben, ihre Stimme beim Bürgerentscheid abzugeben.





