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Mit Islandpferden an die Spitze

Der Reitsport mit Warmblütern ist in Deutschland seit Jahrzehnten populär und machte sowohl die hiesige Reitausbildung, als auch die Zucht weltweit bekannt. Doch nicht nur im Sattel von Warmblütern ist es möglich herausragende Erfolge zu erzielen und dabei die Leidenschaft für den vierbeinigen Sportpartner zu genießen.

Karly Zingsheim, dessen Vater Pferde noch von der Feldarbeit und als Arbeitstiere kannte, kam zwar schon in der Kindheit mit Pferden in Kontakt, seine wahre Leidenschaft zum Reit- und dann auch zum Turniersport entwickelte sich aber erst später. „Ich bin in Roderath aufgewachsen und mein Vater hat damals Familie Kraut kennen gelernt. Sie waren mit die Ersten in Deutschland, die Islandpferde importierten und sie als Reitpferde nutzten“, erinnert Zingsheim sich an seinen ersten Kontakt mit den berühmten Kleinpferden, deren Ursprung auf der Insel Island zu finden ist. Sein Vater kaufte von Familie Kraut zwei Stutfohlen. Während diese aufgezogen wurden, schaffte die Familie zum Reiten zunächst ein Shetlandpony, danach einen Haflinger und auch ein New Forest an. So richtig angetan hatten es Karly Zingsheim jedoch von Anfang an die Isländer, deren Leistungsbereitschaft er neben den Spezialgangarten Tölt und Pass besonders schätzt. „Wir haben dann ein Islandpferdeturnier in Aegidienberg besucht und dort habe ich für mich beschlossen, dass ich auch auf Turnieren an den Start gehen möchte“, berichtet Zingsheim von der Initialzündung für seine sportliche Laufbahn. Es wurde das erste Islandpferd im reitfähigen Alter angeschafft und Zingsheim begann mit seinem Weg in den Sattel. Als er zur Bundeswehr musste wurde er in Kassel stationiert. Durch Ralf Woleib entstand der Kontakt zu Gut Ellenbach, das schon damals rund 100 Islandpferde sein Eigen nannte. „Bei Heinz Georg Gundlach bin ich dann viel geritten, habe aber auch im Stall geholfen und alle Arbeiten rund ums Pferd erledigt. Während die Anderen gefeiert haben, war ich bei den Pferden“, erzählt Zingsheim. Und auch neben dem Studium hat er weiterhin im Stall gearbeitet und so viel Zeit wie möglich im Sattel verbracht. Dabei hat er immer wieder gute Kontakte in die damals zwar noch nicht so ausgebreitete, aber eingeschworene Islandpferdeszene geknüpft. Nach dem Studium arbeitete der Hochbautechniker eineinhalb Jahre ausschließlich mit Pferden und verdiente so sein Geld. „In dieser Zeit bin ich viel herumgekommen und habe viel gelernt“, erinnert er sich gerne zurück.

Karly Zingsheim gehört zu den erfolgreichsten Islandpferdereitern weltweit. Fotos: Anna Zingsheim

Zingsheim kennt jedoch auch die harten Seiten des Sports. Seine erste Europameisterschaft bestritt er damals als Neuling der Szene. „Für die Anderen kam ich quasi aus dem Nichts und stand dann plötzlich ganz vorne“, erzählt Zingsheim von seinem ersten großen Turnier. Der große Konkurrenzkampf führte dazu, dass man ihm nachsagte, seinem Pferd eine unerlaubte Substanz verabreicht zu haben. Er wurde deshalb vom Wettkampf ausgeschlossen. Die anschließende Dopingprobe brachte zwar ein negatives Ergebnis, die Disqualifikation wurde aber nicht aufgehoben. „Da habe ich schnell gelernt, dass es im Sport nicht immer nur nett zugeht und es durchaus von Vorteil ist, wenn man vom Reitsport nicht zwingend leben muss“, berichtet er von seinem damaligen Umgang mit der Situation. Dieses Ereignis hielt Zingsheim jedoch nicht davon ab, weiter an Turnieren teilzunehmen und bis heute ist er einer der erfolgreichsten Islandpferdereiter weltweit. Der Ausbilder nennt unzählbare Deutsche Meister Titel sein Eigen und war auf Welt- und Europameisterschaften mehr als erfolgreich. Dabei war er sowohl in den Viergang-, als auch in den Fünfgangprüfungen oft das Maß aller Dinge.

Enge Verbindung zu Island

Im Herkunftsland seiner vierbeinigen Sportpartner machte sich Zingsheim ebenfalls einen Namen. So gewann er schon früh in seiner Karriere das berühmte Landsmót auf Leihpferden und ließ dabei die starke internationale Konkurrenz hinter sich. Durch seine erste Ehefrau, die auf Island geboren ist, intensivierten sich darüber hinaus die Kontakte zur Insel und Zingsheim kaufte seine erste Zuchtstute, mit der er auf Island züchtete. „Bereits zu Beginn meiner Zucht stand für mich fest, dass ich meine eigenen Sportpferde züchten möchte“, erklärt er seinen Ansatz, den er bis heute verfolgt. Und obwohl Zingsheim sich über die Jahre einen Namen in der Szene gemacht hatte, eine erfolgreiche Zucht begann und sportlich mehr als erfolgreich war, waren es nicht nur die Pferde, die für ihn im Fokus standen. Parallel zu seiner Karriere im Sattel, baute er eine erfolgreiche Firma im Bereich der Hotel- und Gebäudereinigung auf. Neben der eigenen Firma und dem Reitsport verwirklichte Zingsheim seine Visionen und Ideen auch mit seiner eigenen Reitanlage. Zunächst erwarb er einen kleinen Hof, den er aufwendig renovierte und gab dort seinen Pferden ein erstes zu Hause. „Der Hof war jedoch schnell zu klein und ich fand in der alten Wassermühle meines Onkels eine passende Alternative“, blickt Zingsheim auf die Anfänge seiner eigenen Pferdehaltung zurück.

Die Pferde verbringen viel Zeit auf den großzügigen Weideflächen des Gestüts.

1996 fand er dann in der Nähe von Blankenheim den perfekten Ort für sich und seine Pferde. Der Hof gehörte vorher einem der erfolgreichsten Traberzüchter Europas und bot optimale Grundvoraussetzungen, um die Islandpferde zu trainieren und die Zucht ausbauen zu können. „Als ich den Hof damals kaufte sah es jedoch noch lange nicht so aus wie die Anlage sich heute zeigt. Teile des Hofes waren abgebrannt und wir haben über die Jahre verschiedenste Entwicklungsstadien durchgemacht. Dabei haben wir auch viel ausprobiert, um die optimalen Haltungs- und Trainingsbedingungen zu schaffen“, berichtet Zingsheim. „Mein Mann hat eine sehr kreative Ader und das Besondere ist, dass er auch in der Lage ist, diese Kreativität selber umzusetzen“, berichtet Anna-Lisa Zingsheim, die den Hof mittlerweile gemeinsam mit ihrem Mann betreibt. „Wir möchten es schön haben und unseren Pferde ideale Lebensbedingungen schaffen“, ergänzt ihr Mann. Großzügige Boxen mit direktem Zugang zum Paddock für die Sportpferde, große Laufställe mit ebenfalls anschließenden Paddocks für die Jungtiere und Renter, sowie mehr als großzügige Weideflächen liegen idyllisch in der Eiffellandschaft. Eine Ovalbahn und die Reithalle bieten für das Training der Tiere beste Voraussetzungen. „Wir sind natürlich aber auch sehr viel im Gelände unterwegs“, erklärt Zingsheim seinen Trainingsansatz. Unter Warmblutreitern herrscht häufig das Vorurteil, Isländer stünden mit langem Fell im Matsch. Dies endkräftigt direkt der erste Blick über die Anlage. Denn nicht nur für die Pferde ist hier an alles gedacht worden, stilsicher hat sich Familie Zingsheim auch ein Paradies für Menschen geschaffen.

Sportpferdezucht mit Herz

Das Ehepaar züchtet hier ungefähr fünf Fohlen im Jahr und hat darüber hinaus auch noch Stuten auf Island, aus denen sie regelmäßig Fohlen ziehen. Dabei ist das Ziel Sportpferde zu züchten, die den heutigen Anforderungen im Turniersport gerecht werden können. Dafür braucht es neben dem passenden Gangvermögen auch eine entsprechende Präsenz der Pferde. „Es ist uns wichtig, die Pferde selbst auszubilden und in den Sport zu begleiten“, erklärt Anna-Lisa Zingsheim, die neben der sportlichen Qualität auch ein großes Augenmerk auf den Charakter der Tiere legt. „Besteht ein Hengst bei uns den Charaktertest nicht, wird er unabhängig von seiner Qualität kastriert. Dann kann er ja immer noch ein herausragendes Sportpferd werden, aber für unsere Zucht muss das Gesamtpaket stimmen“, berichtet sie weiter. Ihr Mann erklärt, dass sie enormen Wert darauflegen, dass die Pferde, mit denen sie züchten, genügend Mechanik haben und in der Lage sind gut mit ihrem Körper umzugehen. Darüber hinaus muss ein gewisser Kampfgeist vorhanden sein, um am Ende im Sport bestehen zu können. Denn im Gegensatz zu den Anfängen des Islandpferdesports in Deutschland haben sich die Kleinpferde immer mehr zu absoluten Sportlern entwickelt. „Wir bilden die Pferde aus und stellen sie auf Turnieren vor. Neben der Zucht und Aufzucht bieten wir aber nicht nur die Möglichkeit für andere Züchter unsere Deckhengste zu nutzen, sondern verkaufen auch immer wieder vielversprechende Nachwuchspferde und bereits gut gerittene Reitpferde“, berichtet das Ehepaar. Die Deckhengste decken dabei im Natursprung. Der erfahrene Züchter erklärt, dass diese Variante bei den Isländern viel erfolgreicher ist, als die künstliche Besamung. Die Trächtigkeitsraten sind weitaus höher, weshalb nur diese Vorgehensweise für Familie Zingsheim in Betracht kommt. Denn auch wenn die meisten Erfolgspferde von Karly Zingsheim eher zufällig in seinen Besitz kamen, gehen die Beiden das Projekt Sportpferdezucht mit viel Hintergrundwissen und einer ausführlichen Planung an. Die Erfolge geben ihnen dabei recht. Und so haben es mittlerweile auch Pferde aus der eigenen Zucht auf die Liste der wichtigen Pferde im Leben von Karly Zingsheim geschafft. „In jedem meiner Lebensabschnitte hatte ich besondere Pferde an meiner Seite“, blickt der Erfolgsreiter auf seine bisherige Karriere zurück. Feykir von Rinkscheid war beispielsweise eines dieser herausragenden Pferde. „Ehrlich gestanden wollte ich ihn zunächst gar nicht haben. Am Ende war er einer der besten Fünfgänger überhaupt“, freut Zingsheim sich über seine Zeit mit diesem Pferd. Gemeinsam waren sie hocherfolgreich bis zur Weltmeisterschaft auf internationalen Turnierplätzen unterwegs. Wer im Islandpferdesport zu Hause ist, kennt auch den Schimmel Dagur. Ihn fand Zingsheim durch Zufall auf einer Weide, als er sich eigentlich ein anderes Pferd anschauen sollte. „Ich habe ihn dann gekauft, weil er so schön groß war“, schmunzelt Zingsheim während er von seiner Kaufentscheidung erzählt. Der gemeinsame Weg der Beiden ist Geschichte. Das Paar schaffte es mehrfach zur Weltmeisterschaft und gewann unzählige Male die Deutsche Meisterschaft.  In den letzten Jahren tauchte die Namenskombination Zingsheim und Dagur erneut in den Starter- und Ergebnislisten der Turniere auf. Denn mit Dagur vom Forstwald hat Karly Zingsheim ein sehr vielversprechendes Nachwuchspferd unter dem Sattel. „Im Jahr 2021 war ich zum ersten Mal seit 40 Jahren nicht auf den Deutschen Meisterschaften vertreten. Erst siebenjährig hat Dagur während der Saison seine Qualitäten bereits gezeigt, ich wollte ihn aber nicht überfordern und zu früh bei der Deutschen Meisterschaft an den Start bringen“, erzählt Karly Zingsheim, der sich sicher ist, hier erneut ein ganz besonderes Pferd im Stall stehen zu haben. Er wird ihn nun schonend weiter aufbauen und ihn gezielt im Turniersport einsetzen.

Echte Pferdemenschen ausbilden

 „Auch wenn der Islandpferdesport sich in den letzten Jahren in Deutschland durchaus weiterentwickelt hat, können wir mit dem Niveau und dem Know How auf Island noch lange nicht mithalten. Wenn man wirklich lernen will wie es geht, führt kein Weg an Island vorbei“, erklärt Karly Zingsheim , der seine eigene Karriere zu 95 Prozent autodidaktisch durchlaufen ist. Und auch seine Frau Anna-Lisa Zingsheim hat sich besonders zu Beginn viel selbst erarbeitet. Geboren und aufgewachsen in Österreich kommt sie aus einer Familie die zuvor keine Berührungspunkte mit dem Pferdesport hatte. „Ehrlich gesagt fand ich Pferde anfangs auch eher uninteressant und habe mich mehr für Kampfsport interessiert“, blickt Anna-Lisa Zingsheim auf ihre Kindheit zurück. Über die Freundin ihrer Mutter hatte sie dann jedoch den ersten Kontakt zu Islandpferden und es war doch um sie geschehen. Relativ schnell stellten sich erste reiterliche Fortschritte ein, denn bis heute lebt Anna-Lisa Zingsheim nach dem Motto: „Wenn man etwas macht, dann richtig.“ Sie verbrachte jede freie Minute am Stall, saß aber nicht nur auf dem Pferderücken, sondern war auch für die Stallarbeit, für die Betreuung von Ferienkindern und für die Unterrichtserteilung zuständig. „Ich war ein Stallmädchen durch und durch und für mich stand dabei schon immer das Wesen des Pferdes und nicht der erfolgreiche Sport im Fokus“, erzählt sie von ihrer Leidenschaft für die Tiere. Durch die kontinuierliche Arbeit an sich selbst und ihre Gabe sich in die Pferde hinein zu fühlen, war sie aber auch im Turniersport erfolgreich. Ihre schulische Ausbildung und ihr Studium sorgten dann dafür, dass Anna-Lisa Zingsheim den Reitsport aus Zeitgründen hintenanstellen musste. „Als ich dann mit dem Studium fertig war, war ich mir nicht ganz sicher in welche Richtung ich nun gehen möchte, deshalb entschied ich mich ein Jahr lang alles auszuprobieren und jedem Bereich in meinem Leben eine Chance zu geben“, berichtet sie von ihren damaligen Plänen. So kam sie dann auf den Hof von Karly Zingsheim. Dort wollte sie drei Monate arbeiten und sich reiterlich weiterentwickeln. Schnell war Anna-Lisa Zingsheim klar, dass sie ihre Zukunft nicht nur im Pferdebereich sieht, sondern auch mit Karly Zingsheim an ihrer Seite und so wurde aus den geplanten drei Monaten ein gemeinsames Leben.

Neben dem Training nimmt Anna Lisa Zingsheim sich viel Zeit um eine persönliche Bindung zu den Vierbeinern aufzubauen.

Seit einigen Jahren führt das Ehepaar das Gestüt nun zusammen und lebt mit der gemeinsamen Tochter auf dem Hof. In dieser Zeit hat Anna-Lisa Zingsheim sich reiterlich noch einmal enorm weiterentwickelt. „Mein Mann hat mir die Möglichkeit gegeben, mit tollen Pferden zu arbeiten und diese mit der nötigen Ruhe und Zeit auszubilden. Dabei hat er mir zwar immer zahlreiche Tipps gegeben und mich sicherlich reiterlich auch sehr geprägt, mir aber immer auch genug Freiraum gelassen mich selbst zu entfalten“, blickt Anna-Lisa Zingsheim glücklich auf die letzten Jahre zurück. „Ich durfte mich in meinem Tempo entwickeln und dafür bin ich meinem Mann sehr dankbar“, ergänzt sie und zieht hier auch eine Parallele zur Ausbildung ihrer Pferde und Schüler. Denn mittlerweile ist Anna-Lisa Zingsheim für den Reitunterricht und auch den Beritt auf dem Gestüt zuständig. Dabei ist es dem Ehepaar wichtig, Pferdemenschen auszubilden und nicht nur Reiter, die in der Lage sind ein Pferd zu steuern. Anna-Lisa Zingsheim vermittelt ihren Schülern dabei, dass im Training besonders der Faktor Geduld eine entscheidende Rolle spielt. Sie arbeitet intensiv an den Grundlagen um die richtige Basis zu schaffen. Hierbei achtet sie bei der Unterrichtserteilung auch auf eine entsprechende Rhetorik, um das Wissen nachhaltig vermitteln zu können und dem Reitschüler immer das richtige Gefühl mit auf den Weg zu geben. „Die korrekte Hilfengebung muss ernst genommen werden und das Pferd steht bei uns immer im Vordergrund“, fügt sie hinzu. Sie ist überzeugt davon, dass es wichtig ist jedes Pferd individuell zu arbeiten und dabei gezielt auf die Bedürfnisse des einzelnen Vierbeiners einzugehen. „Wir wollen hier die Praxis vermitteln und die Reiter nicht nur in der Theorie stark machen“, erläutert sie ihr Konzept weiter und ergänzt: „Alles was durch Stress und Druck geschieht kann am Ende nicht funktionieren.“ Anna-Lisa Zingsheims Angebot erstreckt sich vom Beritt und der Ausbildung der Pferde über regelmäßigen Unterricht, zu dem ihre Schüler gerne mit ihren Pferden zum Gestüt Forstwald kommen, bis hin zu Tageskursen und Lehrgängen. Bei all den Aktivitäten soll es aber nicht im Vordergrund stehen mit den Pferden Geld zu verdienen. „Früher haben wir hier mit viel mehr Pferden gleichzeitig gearbeitet. Das will ich so nicht mehr haben. Wir wollen jedem einzelnen Pferd gerecht werden“, fügt Karly Zingsheim hinzu. Deshalb dürfen auch sowohl die Sportpferde der Familie, als auch die Zuchtstuten im Alter ihre Rente auf dem Gestüt genießen. „Die Pferde gehören für uns zur Familie und wir wollen die Leistungen die sie für uns erbracht haben und die vielen schönen gemeinsamen Momente würdigen“, ist Anna-Lisa Zingsheim froh, den Pferden ein wahres Paradies bieten zu können.

Über die Jahre hat Familie Zingsheim sich ein Paradies für Islandpferde geschaffen.

In dieses Paradies zog mit Skonja nun auch ein Pferd für die gemeinsame Tochter des Ehepaars ein. Die Stute ist ein ehemaliges Schulpferd und hat ihren Rentnerplatz auf dem Gestüt jetzt schon sicher. „Wir haben lange ein passendes Pferd für unsere Tochter gesucht und sind sehr froh diese Stute gefunden zu haben. Sie soll ihr nun viel Sicherheit für den Einstieg in den Reitsport geben und darf dann bei uns ihren wohlverdienten Ruhestand genießen“, so die Planung der Familie. Karly Zingsheim ergänzt: „Es ist uns wichtig, dass die Kinder von sich aus reiten wollen. Auch meine ältere Tochter hat diesen Weg selbst gewählt, war hocherfolgreich im Turniersport, hat das Reiten aber nun für ihr Studium zurückgestellt. Die Kleine steht ja nun ganz am Anfang. Sie soll Spaß an der Reiterei haben, ohne dabei unter Druck gesetzt zu werden.“ Anna Lisa Zingsheim ist es dabei wichtig, dass ihre Tochter die Verantwortung für das ihr anvertraute Lebewesen übernimmt und dabei lernt, den gemeinsamen Weg mit einem Tier zu gehen. So wird das Motto des Gestüt Forstwald, sportliche Erfolge zu erzielen ohne das Pferd als Lebewesen aus dem Fokus zu verlieren, bereits in die nächste Generation weitergegeben. Der Name Zingsheim ist aus der Islandpferdewelt nicht mehr weg zu denken und Anna Lisa und Karly Zingsheim werden ganz sicher auch in den kommenden Jahren mit ihren Zucht- und Sporterfolgen weiter Geschichte in diesem Bereich schreiben.

Rebecca Thamm

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