
In einem spannenden Finale fanden die Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen ihre neue Meisterin. Der Parcours wartete schon zum Einstieg mit der ersten echten Herausforderung auf die Paare und so beendete die Wendung zu Sprung zwei bei vielen Reiterinnen den Traum von einer besseren Platzierung. In zwei spannenden Umläufen konnten am Ende vier Reiterinnen „Doppelnull“ liefern und sorgten damit für ein ebenso spannendes Stechen um die Goldmedaille.

Insgesamt blieben drei Reiterinnen in allen Prüfungen und im Stechen fehlerfrei. Das beste Stechen lieferten Laura Klaphake und VDL Quizano van’t Merelsnest. „Ich bin einfach dankbar mit so einem tollen Tier zusammenarbeiten zu dürfen“, freut die Reiterin sich in der anschließenden Pressekonferenz. Bereits 2017 stand sie ganz oben auf dem Treppchen. Ihr Ziel ist es, Deutschland noch einmal im Nationenpreis vertreten zu dürfen. Werbung haben Laura Klaphake und VDL Quizano van’t Merelsnest dafür heute auf jeden Fall für sich gemacht. Mit einer schnellen Runde sicherte sich das Paar den Meistertitel bei den Damen. Der zehnjährige Hengst galoppierte nach 38,84 Sekunden über die Ziellinie ohne auch nur eine Stange berührt zu haben.

Damit war das Paar 0,49 Sekunden schneller als Britt Roth und Jeffrey. Die Beiden konnten ebenfalls alle Wertungsprüfungen mit einer weißen Weste beenden und brauchten am Ende 39,33 Sekunden für den Stechparcours. Das bedeutete Silber in der Meisterschaftswertung. Ein perfekter Einstieg also ins Seniorenlager, denn die 24jährige geht normalerweise noch in der U25-Tour an den Start. Mit Jeffrey sprang sie dort im vergangenen Jahr bereits auf das Podium der Deutschen Meisterschaften. Nun hat sie auch bei den „Großen“ einen Einstand nach Maß gefeiert. „Ich bin einfach nur happy, dass ich das hier mit meinem Pferd und meiner Familie erleben darf“, freut sich die noch junge Reiterin. Angesprochen auf ihr größtes reiterliches Ziel kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Jeder möchte einmal in Aachen reiten. Dieses Jahr darf ich das zum ersten Mal in der U25-Tour. Aber der Große Preis von Aachen, das ist mein Traum.

Bronze gewann Justine Tebbel. Auch sie absolvierte den Parcours gemeinsam mit Cote de Pablo ohne Fehler. Für das Paar stoppte die Uhr nach 44,55 Sekunden. „Ich bin einfach nur überwältigt von meinem Pferd. Er ist das dritte Jahr in Folge hier Doppel-Null gesprungen“, freut sie sich über die Leistung ihres Sportpartners. Familie Tebbel kaufte den Wallach als Fohlen. Zunächst ritt Maurice Tebbel ihn auf Turnieren und übergab die Zügel dann siebenjährig an seine Schwester. „Ich bin wirklich froh, dass Maurice ihn mir damals übergeben hat, wir kennen uns in- und auswendig“, erzählt die Reiterin über den gemeinsamen Weg.





