Moritz Treffinger und Cadeau Noir auf dem Weg zum Sieg im Piaff-Förderpreis Finale 2025. Foto: Rüchel
Moritz Treffinger und Cadeau Noir auf dem Weg zum Sieg im Piaff-Förderpreis Finale 2025. Foto: Rüchel

Hagen: Piaff-Förderpreis 2025 an Moritz Treffinger und mehr

Moritz Treffinger und Cadeau Noir auf dem Weg zum Sieg im Piaff-Förderpreis Finale 2025. Foto: Rüchel
Moritz Treffinger und Cadeau Noir auf dem Weg zum Sieg im Piaff-Förderpreis Finale 2025. Foto: Rüchel

Das Piaff-Förderpreis Finale in Hagen endete, wie es angefangen hatte – mit einem Sieg für Moritz Treffinger und Cadeau Noir. Darüber hinaus knackten Raphael Netz die 80 Prozent in der Kür und der Special war Anabel Balkenhol wirklich ein High Five-Moment.

Der Piaff-Förderpreis 2025 wurde zu einem Triumpfzug für Moritz Treffinger und Cadeau Noir, eines der Pferde, das er übernommen hat, als er Mitte 2023 Bereiter auf Gestüt Bonhomme wurde. Mit einem persönlichen Bestergebnis von 72,80 Prozent im Finale krönten sie eine ohnehin hoch erfolgreiche Saison, in der der Christ-Sohn Treffinger erst zum Deutschen-, dann zu zwei Europameister-Titeln trug. In Hagen entschieden sie erst die Intermédiaire II, die Einlaufprüfung für sich, dann das Finale, den „normalen“ Grand Prix, der unter Flutlicht geritten wurden.

Ein überglücklicher Treffinger sagte: „Ich bin einfach dankbar, dass wir die Saison mit einem großartigen Abschluss krönen konnten. Ich konnte ganz entspannt in die Aufgabe reiten, denn ich hatte bereits ein tolles Jahr und hätte den Sieg auch jeder meiner Mitstreiterinnen gegönnt. Wir unterstützen uns alle gegenseitig, und dass es jetzt so gut gelaufen ist und wir drei ganz vorne stehen, ist einfach fantastisch. Ich freue mich riesig darüber.“

Denn die Plätze zwei und drei gingen an seine EM-Manschaftskolleginnen, Anna Schölermann auf Springborgs Guardian (70,2) und Elisabeth von Wulffen mit Triple A (69,580). Anna Schölermann hat dabei eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt. Während Treffinger bei der EM in Kronberg die Kür für sich entschieden hatte, war es Schölermann gewesen, die bei der EM den U25-Grand Prix gewann. Doch in der Inter II in Hagen hatten sie und ihr dänischer Hotline-Sohn einige teure Fehler, die sie weitab von den Medaillenrängen enden ließen. Im „richtigen“ Grand Prix machte Guardian nun keinen falschen Tritt.

Bundestrainer Hans Heinrich Meyer zu Strohen war zufrieden mit seinen Reitern: „Moritz hat sein Highlight so erreicht, wie er es sich vorgenommen hat. (…). Eine solche Stabilität über die gesamte Saison hinweg zu halten, ist bemerkenswert und zeugt von einem sehr sicheren Management.

Auch bei den weiteren Platzierten sind wir äußerst zufrieden, dass die Pferde in den geforderten Lektionen bereits viel Festigkeit zeigen und die jungen Reiter diese anspruchsvolle Aufgabe so gut meistern. Das lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken. Die Paare sind auf einem vielversprechenden Weg, und wir freuen uns, wenn es so weitergeht.“

Kür-Sieg für Netz

Es war nicht die erste internationale Grand Prix-Kür, die Raphael Netz mit dem zwölfjährigen Dante Weltino-Sohn Dieudonné in Hagen bestritten hat, aber es war bei weitem die beste. Nach dem Grand Prix am Donnerstag gewannen sie das Highlight am Freitagabend mit 80,215 Prozent vor Carina Scholz im Sattel von Soiree d’Amour (78,460) und Lyndal Oatley auf Forever Young, der Fürst Fugger-Tochter, die sie von ihrem Mann Patrik Kittel übernommen hat (75,925).

Netz‘ und Dieus bisheriges Bestergebnis in einer internationalen Grand Prix-Kür lag bei knapp 76 Prozent. So kann er seinen zwölfjährigen Rappen nach seiner ersten „richtigen“ Grand Prix-Saison nun in die Wintersaison verabschieden. Netz‘ Lebensgefährtin Selina Söder beendete das Piaff-Förderpreis Finale 2025 übrigens auf Rang vier mit ihrem Vita di Lusso.

Special an Balkenhol

Das Piaff-Förderpreis Finale hatte der Hof Kasselmann am Samstagabend unter Flutlicht als Highlight des Wochenendes in Szene gesetzt. Zuvor hatte aber auch schon der Grand Prix Special auf dem Programm gestanden. Hier waren wie schon im Grand Prix Anabel Balkenhol und High Five das Maß der Dinge. Sie siegten mit 71,426 Prozent und außer Peter Storr bei E hatten alle Richter das Münsteraner Duo auf Rang eins.

Dahinter reihte sich Victoria Max-Theurer auf einem neuen Grand Prix-Pferd ein, dem Halb-Lusitano L’espoir v. Rubin-Royal (70,787), gefolgt von Laura Strobel und Valparaiso (70,362), der Victoria Max-Theurers Mutter Elisabeth bzw. deren Gestüt Vorwerk gehört.

Anders als Balkenhol und High Five, die seit Jahren ein Team sind, lernen sich Max-Theurer und L’espoir erst noch kennen im Viereck. Im Sommer dieses Jahres hatte die Österreicherin den Wallach erstmals turniermäßig vorgestellt. Sie gewannen bei ihrem Hausturnier in Achleiten, Österreich, jeweils einen Grand Prix im Juni und Juli. Zuvor war der Wallach von dem Franzosen Pierre Volla bis Grand Prix ausgebildet und in nationalen Grand Prix-Prüfungen siegreich vorgestellt worden. Im März 2025 hatte Max-Theurer ihn dann erworben.

Alle Ergebnisse aus Hagen finden Sie hier.

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