
Dieses Wochenende ist bei den Aachen YoungStars das Dressurviereck aufgebaut. Ehe die Hallen-Champions aus den Reihen des reiterlichen Nachwuchses gekürt werden, waren heute die Talente unter dem Sattel am Zug. Mehrere Reiter nutzten die ausgeschriebenen Jungpferdeprüfungen in der adventlich geschmückten Albert-Vahle-Halle als Generalprobe für den Auftritt in der Frankfurter Festhalle bei Burg-Pokal und Louisdor-Preis Finale.
Den Anfang machten heute die sieben- bis neunjährigen Dressurpferde in der Prix St. Georges Sonderaufgabe, die auch im Burg-Pokal Finale geritten wird. Als Sieger ging der Weltmeister der siebenjährigen Dressurpferde 2024 aus der Prüfung hervor, der Hannoveraner Hengst Life Time FRH v. Livaldon-Fürstenball mit Charlott-Maria Schürmann. Der Dunkelfuchs, der in den letzten Jahren enorm an Kraft und Ausstrahlung gewonnen hat, wäre auch 2024 für Frankfurt qualifiziert gewesen, doch Schürmann verzichtete auf einen Start. Dass er bereit für die Festhalle ist, zeigte er heute mit einer souveränen Prüfung, die mit 76,098 Prozent belohnt wurde.
Platz zwei ging an den westfälischen Prämienhengst von 2018, Borghese MT v. Baccardi-Laureus. Er war eine Zeitlang bei Dorothee Schneider zur Ausbildung, wird inzwischen aber von Kira Laura Soddemann vorgestellt. Und das mit Erfolg. Die durchlässige, ausdrucksvolle Vorstellung mit Highlights in den Serienwechseln und Luft nach oben im (doppelt zählenden) Rückwärtsrichten wurde mit mit 74,715 Prozent bewertet.
Über Rang drei freuten sich Julia de Ridder und Faridero mit 72,642 Prozent vor Jessica Süß und Dynoro NRW (70,081), die sich in Mannheim für Frankfurt empfohlen hatten.
Die Burg-Pokal Finalisten
Life Time vorn, Borghese dahinter – so endete im April auch die Qualifikation für das Nürnberger Burg-Pokal Finale, bei der sich die beiden Hengste das Ticket für Frankfurt gesichert hatten. Beziehungsweise beim Zweitplatzierten Borghese war das zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher, da nur die vier punktbesten Zweitplatzierten der gesamten Saison für das Finale infrage kommen. Aber die 75,244 Prozent, die Soddemann und der Hellfuchs in Hagen erhalten hatten, machte es sehr wahrscheinlich, dass sie dabei sein würden. Life Time hatte in Hagen 75,805 Prozent erhalten.
Wer sich nicht direkt über sein Ergebnis qualifiziert hat, kann laut Reglement nachrücken, wenn ein davor rangiertes Paar verzichtet. So erging es Bianca Nowag mit Vaida-Girl OLD und Juliane Brunkhorst mit Bayside AK. Sie rücken nach für Ingrid Klimke und den ehemaligen Bundeschampion Diafys, die ebenso auf ihren Start verzichten wie Hannah Laser und Rod Laver. Erste Nachrückerin wäre eigentlich Dorothee Schneider mit Segantini gewesen. Aber die Reitmeisterin verzichtete. Damit sieht die Teilnehmerliste für den Nürnberger Burg-Pokal nun so aus:
Life Time FRH – Charlott-Maria Schürmann
Dynoro – Jessica Süß
Alvarinho GV – Laura Strobel
Be Sure FRH – Leonie Richter
Zuperman OLD – Beatrice Hoffrogge
Bon Courage – Thomas Schulze
Frieda NRW – Greta Busacker
Borghese MT – Kira-Laura Soddemann
Manolo FRH – Borja Carrascosa
Voller Emotionen NRW – Dorothee Schneider
Bayside AK – Juliane Brunkhorst
Vaida-Girl OLD – Bianca Nowag-Aulenbrock
Rheinländer Emil in Top-Form
Thomas Wagners Escolar-Contender-Sohn Escolar’s Emil war 2024 Fünfter im Burg-Pokal Finale. Dieses Jahr hat der zehnjährige Rheinländer nach mehreren Anläufen bei der letzten Etappe in Guxhagen-Dörnhagen das Ticket für den Louisdor-Preis gelöst. Dass er bereit ist für seinen zweiten Auftritt in der Festhalle, demonstrierte er heute mit einer 73,972 Prozent Runde. Das bedeutete den Sieg für den mächtigen Wallach, den alle drei Richter an erster Stelle sahen.
Platz zwei ging an die wunderschöne Oldenburger Dante Weltino-Tochter Dante’s Pearl OLD unter Charlotte-Maria Schürmann, die sich in Hagen als Zweitplatzierte für den Louisdor-Preis 2025 empfohlen hat. Die elegante Rappstute hatte heute einen Patzer in den Traversalverschiebungen im Trab, der die Bewertung beeinträchtigte. Im Schritt hätte man sich den Viertakt klarer gewünscht, insbesondere in der ersten Piaffe die Diagonalität des Fußens deutlicher und im Galopp den Durchsprung ergiebiger. Dem gegenüber standen unter anderem Highlights in den Serienwechseln und den Pirouetten. Alles in allem kam sie heute auf 72,801 Prozent.
Julia de Ridder war auch in dieser Prüfung Dritte, diesmal mit dem neunjährigen Westfalen-Hengst Birkhof’s Diamantinos v. Dankeschön und 71,135 Prozent als Ergebnis.
Die Qualifizierten für den Louisdor-Preis in der Übersicht finden Sie hier.





