
Dieses Wochenende öffnet die Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart einmal mehr ihre Tore für die German Masters, eines der renommiertesten Hallenreitturniere der Welt mit Weltcup-Qualifikationen für Dressur- und Springreiter ebenso wie für die Vierspännerfahrer. Doch das Highlight zum Auftakt war gestern Abends das prominent besetzt Indoor-Derby, wo Arne Bergendahl zwei Olympiasieger hinter sich ließ.
Es gab gestern nur einen, der schneller war als Arne Bergendahl: Irlands Cathal Daniels. Der hatte die zwölfjährige irische Stute Shannondale Mari gesattelt, mit der er zuletzt in Boekelo die lange Vier-Sterne-Prüfung beendet hat. Gestern Abend demonstrierte sie, dass sie auch in der Halle schnell kann: In 30,65 Sekunden war sie mehr als eine Sekunde schneller als der Rest des Feldes.
Der wurde von Arne Bergendahl mit dem neunjährigen Hannoveraner Cliemann angeführt, die nach 31,70 Sekunden die Ziellinie überquerten. 2024 hatte dieser Carridam-Sohn Arne Bergendahl noch zum Rheinischen Vizemeister gemacht. Diese Saison verhalf er Pia Sophie Schreiber (17) in ihrer ersten Junioren-Saison zur Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Strzegom. Ganz offensichtlich harmoniert er aber auch noch mit seinem Ausbilder.
Rang drei ging wieder nach Irland, diesmal an Jennifer Kühnle, die das Pferd ritt, das zusammen mit dem Sieger Cathal Daniels berühmt wurde: Rioghan Rua. Diese inzwischen 18-jährige Jack of Diamonds-Tochter begleitete Daniels zu zwei Junioren- und einer Junge Reiter-EM, wo sie zwei Goldmedaillen, eine in Silber und eine in Bronze gewannen. Sie gehörten zum Silber-Team der Weltreiterspiele 2018 und nahmen an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio teil. 2019 gewannen sie zudem Einzelbronze bei der EM in Luhmühlen. Stuttgart war das erste Turnier mit Jennifer Kühnle. Wobei die Irin, die in wenigen Tagen ihren 24. Geburtstag feiert, ihrerseits bereits Fünf-Sterne- und Championatserfahrung mitbringt.
Olympiasieger haben das Nachsehen
Die Top drei knapp verpasst haben die beiden deutschen Olympiasieger Ingrid Klimke und Lokalmatador Michael Jung. Klimke ritt ihre 13-jährige Westfalen-Stute Siena Just do it v. Semper Fi in 32,2 Sekunden auf Rang vier. Michael Jung war mit dem neunjährigen polnischen Sportpferde-Wallach Safran vier Hundertstelsekunden langsamer, Rang fünf.
Weitere Deutsche in der Platzierung: Felix Etzel mit Polartanz auf Rang acht, Heike Jahncke im Sattel von Quibelle auf Platz zehn, direkt gefolgt von Rebecca-Juana Gerken im Sattel von Fame, Malin Hansen-Hotopp und Callfield sowie Nadine Marzahl auf Cheeky Papellita.
Ein Video des Siegesritts gibt es hier:





