Suche
Close this search box.
N15A9600

Airbagwesten im Test: Safety first! 

Reiten zählt zu den schönsten Hobbys der Welt – doch zugleich auch zu den Riskantesten. Umso wichtiger ist es, sich dabei möglichst gut zu schützen. Neben Reitkappe, Handschuhen und entsprechendem Schuhwerk gehören auch Sicherheitswesten zu den Ausrüstungsgegenständen, die bei Stürzen Schlimmeres verhindern sollen. Sie schützen in erster Linie den Oberkörper des Reiters, doch auch hierbei gibt es unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Möglichkeiten. Seit einigen Jahren bietet der Markt zusätzlich sogenannte Airbagwesten. Wir haben für Sie einige Airbagwesten genauer unter die Lupe genommen. 

Hierzulande ist die Verwendung von Sicherheitswesten gemäß Leistungs-Prüfungs-Ordnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sogar vorgeschrieben, sobald über feste Sprünge geritten wird. Doch nicht nur in der Vielseitigkeit ist das Tragen einer solchen Weste ausgesprochen wichtig und sinnvoll. Auch im Springen gewinnt das Thema Sicherheit in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und viele Reiter setzen inzwischen ebenso im Parcours auf den Oberkörperschutz. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man sich auf dem Turnier oder im Training befindet – das Motto sollte immer lauten: Safety first! Dementsprechend sind natürlich auch Reitanfänger und ganz besonders Kinder gut beraten, eine Sicherheitsweste zu tragen. Diese soll, im Falle eines Falles, speziell die Wirbelsäule vor Verletzungen schützen. Um optimalen Schutz bieten zu können, muss eine Sicherheitsweste also zunächst einmal gut passen. Sie muss dem Reiter jedoch auch genügend Bewegungsmöglichkeit geben und so konzipiert sein, dass dieser sich abrollen kann. Gerade im Hinblick auf den Komfort der Westen hat sich in letzter Zeit Einiges getan und die heutigen Modelle sind in der Regel deutlich leichter und angenehmer zu tragen, als dies früher der Fall war. 

Mehr Artikel aus der Kategorie „Equipment“ finden Sie hier.

Wer seinen Oberkörper beim Reiten gebührend schützen möchte, hat grundsätzlich die Auswahl zwischen drei verschiedenen Arten von Sicherheitswesten: Dem Rückenprotektor, der Level 3-Sicherheitsweste und der Airbagweste. Der Rückenprotektor ist eine leicht gepolsterte Weste mit einem dicken Rückenpolster, die häufig im Freizeitbereich genutzt wird und vor allem bei Kindern beliebt ist. Die sogenannte Level 3-Sicherheitsweste ist diejenige, die nach FN-Richtlinien in Geländeprüfungen der Vielseitigkeit verpflichtend ist. Hierbei handelt es sich um dick gepolsterte Westen, die einen Rundumschutz bieten. Eine Airbagweste kann zusätzlich über Rückenprotektoren oder Level 3-Sicherheitswesten getragen werden. Diese Weste selbst ist ungepolstert, aber mit einem Airbag versehen, der beim Sturz auslöst und so noch einmal extra Schutz bietet. Besonders dann, wenn der Reiter beim Sturz zwischen den Boden und das Pferd gelangt, also kurzzeitig dem Gewicht des Pferdes ausgesetzt ist, kann eine Airbagweste gravierende Verletzungen verhindern. Mittlerweile gibt es auch Modelle, die ohne eine Level 3 Sicherheitsweste verwendet werden können.  

Beim Kauf einer Sicherheitsweste sollte insbesondere auf die Zertifizierung geachtet werden. Ein offiziell zertifiziertes Produkt wurde von einer unabhängigen Stelle getestet – und zwar unter Simulation genau solcher Situationen, in denen es drauf ankommt. Bei Airbagwesten gibt es solch eine vorgeschrieben Zertifizierung bisher nicht, das bedeutet zwar nicht, dass die Westen nicht getestet sind, es gibt allerdings keine einheitlichen Vorgaben. In unserem Test konnten wir die Sicherheitsleistung nicht überprüfen. Es wurde mit Hinblick auf Tragekomfort, Bedienung und weitere, Teils subjektive Aspekte getestet.  

Helite Hybrid-Air 

Foto: PEMAG

Getestete Größe: XS 

Herstellerbeschreibung: 

Die clevere Kombination aus Airbag- und Level 3-Schutzweste: Der neue Hybrid-Air Airbag mit eingebauten Level 3-Protektoren für maximalen Schutz bei der Vielseitigkeit. 

Testbericht: 

Die Weste Helite Hybrid-Air vereint insbesondere für Vielseitigkeitsreiter sozusagen die Pflicht mit der Kür. Denn der vorgeschriebene Level 3-Schutzfaktor trifft hier auf den zusätzlichen Sicherheitsmechanismus des Airbags und verspricht so optimalen Schutz. 

Im Vergleich zu einer reinen Airbagweste ist der Träger durch die unterliegende Schutzweste in diesem Fall zwar etwas eingeschränkter beim Reiten als es mit einer reinen Airbagweste der Fall ist, verfügt aber dennoch über ausreichend Bewegungsfreiheit und hat dafür auch den doppelten Schutz. Trotzdem ist die Weste angenehm zu tragen und sie verfügt über eine gute Passform. So erwies sie sich als guter Begleiter im Training, aber auch auf dem Turnier. Mit dem beiliegenden Band ist sie ganz einfach mittig am Sattel zu befestigen. Mit Hilfe von entsprechenden Anleitungsvideos und einer Schritt für Schritt Anleitung sorgt der Hersteller dafür, dass das System korrekt angebracht wird und so im Falle eines Falles auch ihren vollen Schutz verwirklichen kann. Besonders positiv empfand die Testerin die Möglichkeit einer Videoberatung durch den Hersteller. Hier wurde nicht nur die korrekte Passform und Größe überprüft, sondern es wurden auch Tipps für die Anwendung und das Auswechseln der Kartusche nach einem Sturz gegeben.  

Um den Airbag auszulösen wurde in der Testsituation mehr Druck als bei anderen Westen benötigt – hier sei aber darauf hingewiesen, dass die Westen händisch ausgelöst wurden und nicht bei einem Sturz. Die Auslösezeit ist schnell. Auch nach dem Auslösen bleibt die Weste stabil und verschiebt sich lediglich minimal. Besonders positiv aufgefallen ist die Stabilität im Nackenbereich, die gerade an dieser empfindlichen Stelle ein Plus an Sicherheit vermittelt. Insgesamt war der Airbag im ausgelösten Zustand sehr gleichmäßig gepolstert und bot rundherum einen guten Schutz. Die Luft entwich gleichmäßig und die Weste war schnell wieder einsatzbereit.  

Das Austauschen der Kartusche wirkt auf den ersten Blick etwas aufwendiger als bei anderen Modellen. Doch auch hier leistet Helite mit entsprechendem Material Hilfestellung, sodass man den Dreh schnell raus hat. 

Foto: PEMAG

Fazit: 

Die Helite Hybrid-Air ist eine tolle Innovation, die eine Level 3-Sicherheitsweste mit einer Airbagweste vereint. Sie bietet somit umfassenden Schutz und ist besonders in der Vielseitigkeit sehr sinnvoll. Die Weste besticht jedoch nicht nur mit ihrer besonderen Funktionalität, sondern auch mit einem sicheren, angenehmen Tragegefühl und einfacher Handhabung. Im Vergleich zu anderen Airbagwesten war der Auslöseknall leiser und auch das Entweichen der Luft war zwar hörbar, aber im Vergleich nicht so stark wie bei anderen Modellen. Die Pferde im Test ließen sich von der Weste nicht erschrecken, bei sensiblen Vierbeinern ist es jedoch möglich, dass sie durch das Auslösen verängstigt werden.  

Helite ZIP’IN 2.0 

Foto: Angelina Allegretti

Getestete Größe: M 

Herstellerbeschreibung: 

Die Zip’In 2.0 Airbag-Weste ist für Reiter, die Funktionalität, Stil und optimalen Schutz vereinen wollen. Ihr taillierter Schnitt und die neu gestaltete Airbag-Form mit zentralem Zip ermöglichen ein komfortables Tragen des Airbags als alleinstehendes Stück. Dennoch wird zur Maximierung des Schutzpotenzials die Kombination mit einer kompatiblen Reitjacke oder -weste empfohlen. 

Durch atmungsaktives Mesh an den Seiten und in der Rückenmitte wird eine optimale Belüftung sowie Bewegungsfreiheit garantiert. Die mechanische Auslösung des Airbags über eine am Sattel befestigte Reißleine minimiert das Risiko einer unbeabsichtigten Aktivierung. Ein Zug mit einer Kraft von 30 kg (300 N) ist notwendig, um den Airbag auszulösen, was eine Sicherheitsvorkehrung darstellt, um Fehlauslösungen zu vermeiden. 

Im Falle einer Auslösung erreicht das Airbag-System innerhalb von 80-100 Millisekunden (je nach Größe) den optimalen Druck, um den Träger mit einem Schutzvolumen von 14-24 Litern (abhängig von der Größe) umfassend zu schützen. Dieses Volumen deckt kritische Bereiche wie Hals, Nacken, Wirbelsäule, Brustkorb, Becken, Steißbein, Kopf, Schlüsselbein und innere Organe ab, um im Ernstfall bestmöglichen Schutz zu bieten. 

Foto: Angelina Allegretti

Testbericht: 

Durch das atmungsaktive Mesh und die Möglichkeit, die Weste ohne eine kompatible Reitjacke oder -weste zu tragen, ist diese sehr leicht und angenehm zu tragen. Die Kartusche sitzt bei optimaler Größenanpassung gut gepolstert unter den Rippen und stört bei keiner Bewegung. Generell gibt die Weste dem Träger ein sehr angenehmes Gefühl, da sie zwar die Länge des Rückens vollständig abdeckt, jedoch nicht so lang ist, als dass sie auf dem Sattelbogen aufliegen würde. 

Die Weste wird mit dem mitgelieferten Y-Strap am Sattel befestigt. Dieser wird links und rechts in den Vorrichtungen der Steigbügelaufhängungen am Sattel befestigt, sodass er mittig auf der Sattelkammer aufliegt. Die Weste wird dann in einer Metallöse eingehakt. Hierbei ist es wichtig, zu beachten, dass der Strap nicht zu lang eingestellt wird, sondern bündig auf dem Sattel aufliegt. In unserem Test konnte eine Testerin jedoch feststellen, dass der gelieferte Strap und die daran befestigten Schnallen zum Verstellen der Länge bei einem flachsitzenden Springsattel unangenehm am Oberschenkel drücken. Bei mehr Polsterung durch den Sattel tritt dies aber nicht auf. 

Auf die Kartusche kann durch die Öffnung des außenliegenden Reißverschlusses zugegriffen werden. Der Wechsel der Kartusche ist sehr einfach und mit einem im Lieferumfang enthaltenen Werkzeug problemlos umsetzbar. Des Weiteren sorgt die Firma Helite mit Anleitungsvideos für eine optimale Schritt-für-Schritt-Betreuung beim Wechsel der Kartusche.   

Im ausgelösten Zustand gibt die Weste dem Träger ein Gefühl von Sicherheit. Die vom Hersteller angegebenen 80-100 Millisekunden Auslösezeit konnten wir bestätigen. Der Knall beim Auslösen ist deutlich vernehmbar. In unseren Tests konnten wir aber feststellen, dass die meisten Pferde sich nicht sonderlich davor erschraken. Der Tragekomfort ist trotz des anfänglichen Drucks, der nach dem Auslösen jedoch Stück für Stück nachlässt, sehr hoch, da die Weste nicht verrutscht oder sich nach oben zieht. Nach dem Auslösen entweicht die Luft in einem angemessenen Zustand durch ein Ventil an der Kartuschen-Tasche. Die Weste blieb aber während der gesamten Zeit in ihrer ursprünglichen Form. Bereits nach circa 30 Minuten war sie mit einem Wechsel der Kartusche wieder voll einsatzbereit. 

Foto: Angelina Allegretti

Fazit: 

Eine tolle Weste für den Dressur- oder Springsport, die auch im Alltag durch ihre leichte und komfortable Tageweise super einsetzbar ist. Besonders gut gefallen hat im Test der Support des Herstellers, welcher jedem Kunden auch einen Online-Beratungstermin zur optimalen Passform und Einweisung anbietet. Die kinderleichte Handhabung beim Wechsel der Kartusche ermöglicht einen schnellen Wiedereinsatz der Weste und ist somit optimal, wenn man nach einem Sturz umgehend wieder aufsteigen möchte. 

USG EquiAirbag AIXPLORER Cordura Airbag-Weste 

Foto: PEMAG

Geteste Größe: S

Herstellerbeschreibung: 

Die AIXPLORER Cordura® Airbag-Weste von USG ist das, worauf viele Reiter lange gewartet haben: Ein dezenter Airbag für mehr Sicherheit, der nicht aufträgt und trotzdem optimale Bewegungsfreiheit zulässt! Zum Schutz des Oberkörpers vor Stößen (Halswirbelsäule, Brustkorb, Bauch und Rücken) lässt sich die schwarze Weste unkompliziert an- und ausziehen und hat für gute Klimatisierung an den Seiten stretchy Mesh-Einsätze. Die Oberfläche der Luftweste besteht aus besonders robustem Cordura® Material, wodurch sie unempfindlich für Reibung und Aufprall ist und das Inlett optimal geschützt wird. 
 
Bewährte, patentierte EquiAirbag® Technik im Inneren: Das Band zum Auslösen des Airbags wird wie bei den anderen EquiAirbag®- und AIXPLORER Modellen einfach an den Sattel geclipt. Im Falle eines Sturzes wird so die integrierte CO2-Kartusche à 45 g ausgelöst und der Airbag bläst sich auf – natürlich superschnell! Sobald sie aufgeblasen ist, entweicht die Luft nach dem Sturz sehr schnell (ca. 1520 Sekunden), um den Druck abzubauen. Mit den Nachfüll-Kartuschen und dem mitgelieferten Werkzeug lässt sich eine neue Kartusche leicht einsetzen, auch von Laien.  

Testbericht: 

Der EquiAirbag AIXPLORER wurde sowohl einzeln beim Ausreiten und Parcoursreiten als auch in Kombination mit einer Level 3-Sicherheitsweste in der Geländeprüfung getestet. Durch einen passenden Sitz der Airbagweste lässt sie sich wie eine normale Weste tragen und führt beim Reiten zu keinerlei Einschränkung in der Bewegung. Der EquiAirbag AIXPLORER hat für eine gute Klimatisierung an den Seiten stretchy Mesh-Einsätze. Die Airbagweste ist sehr leicht, sodass man diese beim Reiten kaum wahrnimmt. 

Die Reißleine wird am Sattel im D-Ring befestigt. Nur bei der korrekten Befestigung funktioniert die Weste wie vom Hersteller gewünscht. Bei einem Gewicht von circa 30 kg löst die Weste unmittelbar aus. Der Airbag bläst sich im Bruchteil von Sekunden mit Gas auf und kann so Schutz vor dem Aufprall auf den Boden leisten. Die ausgelöste Airbagweste vermittelt dem Reiter ein sicheres Gefühl. Nach dem Auslösen fließt das Gas langsam wieder ab, um den eventuellen verletzten Körper nicht zu erschüttern. Es entsteht durch das Auslösen ein leiser Knall, dieser machte jedoch nicht den Eindruck, als wäre er ein großer Schreckmoment für das Pferd. 

Nach dem Auslösen muss die Kartusche entsorgt werden und eine Neue mithilfe des mitgelieferten Werkzeugs eingedreht werden. Bevor die neue Kartusche eingedreht werden kann, muss das gesamte Gas aus der Airbagweste entfernt werden. Hierfür legt man die Weste auf einen flachen Untergrund und drückt das Gas vorsichtig heraus. Dieser Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen, sodass es bis zu 30 Minuten dauern kann, bis die Weste wieder einsatzbereit ist. Es gibt vom Hersteller eine hilfreiche Beschreibung zum Einsetzen der Nachfüll-Kartuschen.  

Foto: PEMAG

Fazit:  

Alles in allem ist der EquiAirbag AIXPLORER eine sehr gute Wahl, da die Weste einzeln getragen werden kann oder mit einer Level 3-Weste kombiniert werden kann. Der perfekte Allrounder für den vielseitigen Reiter! Das Auswechseln der Kartusche ist recht zeitaufwendig und das System zum Eindrehen der neuen Kartusche muss erst einmal verinnerlicht werden, funktioniert dann jedoch problemlos. 

USG EquiAirbag AIXPLORER Softshell Airbag-Weste 

Foto: PEMAG

Getestete Größe: S 

Herstellerbeschreibung: 

Die optimierte AIXPLORER Softshell Airbag-Weste von USG setzt neue Maßstäbe für Reitsicherheit und Komfort. Mit optimiertem Airbagsystem und überarbeiteten Oberflächen wird sie zum perfekten Begleiter für Reiter, die Wert auf den stilvollen Auftritt legen.  

Das edle Softshell-Material der Oberfläche verleiht der Weste ein glattes und ansprechendes Aussehen, das besonders im Turniersport geschätzt wird. Diese Weiterentwicklung passt sich optimal dem darunter getragenen Jackett an und bietet gleichzeitig eine verbesserte Bewegungsfreiheit. Das dehnungsfähige Material ist hochfein gewebt und erhält somit eine makellose, glatte Oberfläche. Ein weiteres neues Feature ist das Auslöseband, welches in dezentem Schwarz daher kommt. Damit wird die Airbagweste zum unauffälligen Turnierbegleiter.  

Das Airbag-System wurde ebenfalls optimiert, um eine noch höhere Schutzwirkung zu gewährleisten und kommt damit den Wünschen vieler Anwender nach. Im Falle eines Sturzes löst der Airbag nicht nur rund um den Körper aus, sondern auch im Nackenbereich weiter nach oben. Dies dient der Verhinderung eines Zurückschlagens des Kopfes und kann das Risiko eines Schleudertraumas reduzieren. Gleichzeitig erfolgt die Auslösung weiter nach unten über den Steiß, um das Risiko für Stöße auf die untere Wirbelsäule zu minimieren.  

Die schwarze AIXPLORER Softshell Airbag-Weste lässt sich unkompliziert an- und ausziehen und bietet dank der stretchy Mesh-Einsätze an den Seiten eine gute Klimatisierung. Das hochtechnische Innenfutter gewährleistet gute Durchlüftung und schnelles Abtrocknen bei intensiven Trainingseinheiten.  
Bewährte, patentierte EquiAirbag® Technik im Inneren: Das bewährte Band zum Auslösen des Airbags wird einfach am Sattel befestigt. Im Falle eines Sturzes aktiviert die integrierte CO2-Kartusche à 45 g den Airbag, der sich extrem schnell aufbläst. Die Luft entweicht nach dem Sturz innerhalb von etwa 1520 Sekunden, um den Druck abzubauen. 

Die Weste wird einsatzbereit geliefert und enthält bereits eine installierte CO2-Kartusche sowie das benötigte Werkzeug. Die Möglichkeit des einfachen Kartuschenwechsels mit den Nachfüll-Kartuschen und dem mitgelieferten Werkzeug macht die Weste zu einem wiederverwendbaren Produkt, das Reiterinnen und Reiter lange und vor allem sicher durch den Reitalltag begleitet. 

Testbericht: 

Die AIXPLORER Softshell Airbag-Weste hat eine gute Passform und ist, nicht zuletzt dank ihres rundum durchdachten Designs, sehr angenehm zu tragen. Die Weste ist sehr leicht, sodass man sie beim Reiten im Grunde gar nicht bemerkt und keinerlei Einschränkung verspürt. Auch das Belüftungskonzept wusste zu überzeugen, sodass die Weste auch bei warmen Temperaturen ein idealer Begleiter im Training und auf dem Turnier ist.  

Die Befestigung am Sattel funktioniert kinderleicht und kann links- oder rechtsseitig erfolgen. Dabei hat das Auslöseseil eine gute Länge und stört beim Reiten nicht.  Anziehen, aufsteigen, losreiten ist hier das Motto, denn all diese Schritte funktionieren unkompliziert, schnell und ohne Probleme. 

Der Airbag löste in der Testsituation sehr schnell aus, hierbei entsteht allerdings ein recht lauter Knall. Zwar ist die Weste auch beim Luftablassen relativ laut, der Vorgang an sich funktioniert jedoch einwandfrei, sodass die Weste schnell wieder einsatzbereit ist und dem Reiter nach dem Sturz auch zeitnah wieder genügend Bewegungsfreiheit gewährt. Dabei entwich die Luft zwar zügig, dabei aber so gleichmäßig, dass die Druckverteilung im angenehmen Maße nachließ. Das Auswechseln der Kartusche erwies sich ebenfalls als einfach und konnte ohne Probleme beim ersten Versuch erfolgreich absolviert werden. Das System ist hierbei intuitiv und selbsterklärend, die beigelegte Anleitung ist außerdem sehr verständlich.  

Die ausgelöste Airbag-Weste fühlt sich stabil und damit sicher an. So verleiht sie dem Träger auch in brenzligen Situationen das Gefühl, gut geschützt zu sein. Lediglich im Nackenbereich wünschte sich unsere Testerin noch etwas mehr Stabilität. Sie behielt auch in der aufgeblasenen Situation ihre gute Passform und verrutschte im Gegensatz zu anderen von der Testerin bereits getragenen Airbagwesten nicht.  

Foto: PEMAG

Fazit: 

Die AIXPLORER Softshell Airbag-Weste von USG hält, was sie verspricht. Sie kombiniert ein hohes Maß an Sicherheit mit einem ansprechenden Design. Die Weste weiß jedoch nicht nur optisch zu überzeugen, sondern punktet auch in Sachen Tragekomfort und Handhabung. Sensible Pferde könnten jedoch durch das Knallgeräusch beim Auslösen und durch das Zischen beim Entweichen der Luft verschreckt werden.  

Artikel teilen

Empfohlene Artikel