Petros Georgiou-Sieger M m.St.-RSG Niederrhein

Gelungenes Sommerturnier beim Reit- und Fahrverein „von Driesen“ Asperden-Kessel

Petros Georgiou siegte mit Brilliant Balou S in der Springprüfung Klasse M mit Stechen.

Drei Tage abwechslungsreicher Reitsport, gute Bedingungen und familiäre Atmosphäre: Der Reit- und Fahrverein „von Driesen“ Asperden-Kessel blickt zufrieden auf sein traditionelles Sommerturnier zurück. Von Freitag bis Sonntag bot die Reitanlage in Asperden ein umfangreiches Programm in Dressur und Springen – von Prüfungen für junge Pferde und den Reiternachwuchs bis hin zur Dressur der Klasse S und zum M-Springen mit Stechen. 

Bereits am Freitag standen die jungen Pferde im Mittelpunkt. In der Dressurpferdeprüfung der Klasse L sicherte sich Catharina Sophie Dirksen vom RV Lenzenhof Krefeld mit Dating’s Smiley A und der Wertnote 8,3 den Sieg. Auf dem Rasenplatz gewann Laura Hetzel von der RSG Niederrhein die Springpferdeprüfung der Klasse L mit Diatola Blue und der Wertnote 8,4. Mit Emma Cocco Jazz belegte sie zudem den dritten Platz. 

Auch die Reiterinnen und Reiter des gastgebenden Vereins konnten sich während des Wochenendes über zahlreiche Erfolge freuen. Im A**-Springen am Samstag gewannLena Schmid mit Quiet please ihre Abteilung. Rieke Theis mit Little Joe und Catrin Krause mit Chef 25 erreichten jeweils einen zweiten Platz, Jule Hinckers wurde mit Onna Utopia Dritte. Einen weiteren Heimsieg gab es in der Dressur: Martina Jacobs gewann mit Cormina H und der Wertnote 7,4 die Amateur-Dressurprüfung der Klasse L. Im M-Springen mit Stechen am Samstagabend ging der Sieg an Jan Henrik Schnetger vom Club der Pferdefreunde Goch mit Casey MS. Mit Julius Losch und Eleanor auf dem zweiten sowie Eliane Smittenberg und Meagan auf dem fünften Platz konnten sich auch hier zwei Asperdener Paare weit vorne platzieren. 

Die sportlichen Höhepunkte in der Dressur folgten am Sonntag. Renee Gerecht-Faatz vom RV Seydlitz St. Tönis gewann mit Seppl H die Dressurprüfung der Klasse M** auf Kandare mit 70,440 Prozent. Besonders spannend wurde es anschließend in der Dressurprüfung der Klasse S: Janine Drissen von der PSG St. Georg Kevelaer setzte sich mit FS Numero Uno und 72,620 Prozent knapp gegen Heiner Schiergen mit Lord Legend durch, der 72,580 Prozent erreichte. Zum Abschluss des Turnierwochenendes stand auf dem Rasenplatz die Springprüfung der Klasse M mit Stechen über 125 Zentimeter auf dem Programm. Den Sieg sicherte sich Petros Georgiou von der RSG Niederrhein mit Brilliant Balou S. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Jens Terhoeven-Urselmans mit D’Amichi-H Z und Laurens Houben mit Murano. Mit Carolin Ophey und Caspar erreichte ein weiteres Paar des gastgebenden Vereins den fünften Platz. 

Neben dem Sport waren es vor allem die Atmosphäre und die Bedingungen, die bei Teilnehmern und Offiziellen großen Anklang fanden. Turnierrichter Achim Lennartz brachte seinen Eindruck mit einem besonderen Vergleich auf den Punkt: „Wenn man hier auf die Anlage kommt, denkt man ein bisschen, man ist in Klein-Aachen.“ Besonders hob er die Qualität des Rasenplatzes, die schön gestalteten Sprünge und die guten Bedingungen für die Dressur in der Halle hervor. Auch die Konstanz des Turniers sei eine Stärke: Teilnehmer und Richter wüssten seit Jahren, welche Bedingungen sie in Asperden erwarten. Diese Atmosphäre schätzt auch Laurens Houben von der RSG Niederrhein, der als Reiter und Trainer im Stall von Holger Hetzel tätig ist und im abschließenden M- Springen den dritten Platz belegte. Für ihn gehören die freundschaftliche Stimmung und die guten Bedingungen für Pferd und Reiter zu den Besonderheiten in Asperden. „Es gibt nichts Schöneres als ein schönes Rasenturnier“, so Houben. Er komme regelmäßig sowohl zu den Hallenturnieren im Winter als auch zum Sommerturnier nach Asperden. Dabei gehe es ihm auch darum, solche ländlichen Turniere zu unterstützen und damit zu ihrem Erhalt beizutragen. 

Dass dabei nicht nur der Leistungssport im Mittelpunkt steht, zeigte sich besonders am Samstagabend. Beim Parcoursspringen für Kinder und Eltern mit und ohne Steckenpferd stand vor allem der Spaß im Vordergrund. Jugendwartin Meike Theiss zeigte sich von der Resonanz überrascht: Teilnehmer aus verschiedenen Vereinen, aber auch Kinder und Erwachsene ohne bisherigen Bezug zum Reitsport, machten mit. Mit solchen Aktionen wolle der Verein Groß und Klein zusammenbringen, Freude am Reitsport vermitteln und die Gemeinschaft stärken. Auch am Sonntag bekam der Nachwuchs mit Führzügel-, Reiter-, Spring- und Dressurreiterwettbewerben seinen festen Platz im Turnierprogramm. Für Theiss ist dies ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Junge Reiterinnen und Reiter sollen an den Turniersport herangeführt werden und die Möglichkeit erhalten, in die Atmosphäre einer größeren Veranstaltung hineinzuwachsen. „Jeder hat einmal klein angefangen“, betonte die Jugendwartin. 

Dass ein dreitägiges Turnier mit einem solchen Programm überhaupt durchgeführt werden kann, ist nur durch die Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer möglich. Der 1. Vorsitzende Wolfgang Köster hob deshalb besonders den großen Einsatz vor und während des gesamten Wochenendes hervor. Von Pommesbude, Antonbar, Kuchentheke und Getränkewagen über Parcoursdienst und Meldestelle bis zu vielen Aufgaben hinter den Kulissen, waren zahlreiche helfende Hände im Einsatz. Besonders erfreulich sei, dass dabei auch viele Menschen tatkräftig unterstützen, die selbst keine Vereinsmitglieder sind. Nach drei intensiven Turniertagen zieht der Reit- und Fahrverein „von Driesen“ Asperden-Kessel damit ein positives Fazit. Neben den sportlichen Leistungen waren es einmal mehr das Engagement der vielen Helfer, die Unterstützung von Sponsoren und Freunden des Vereins sowie das gemeinsame Miteinander, die das Sommerturnier möglich gemacht haben. 

Foto: RFV „von Driesen” Asperden-Kessel

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