An ihr geht aktuell kein Weg vorbei: Alexandra Sievers gewinnt mit Equistar Lucie erneut die Deutsche Meisterschaft der Para-Fahrer in Schildau. Zudem konnte sich das Rheinland die Bronzemedaille in der Länderwertung Einspänner Pony sichern.
Die Deutschen Meisterschaften der Einspänner, Pony-Vierspänner und Para-Fahrer wurden vom 17. bis 19. Juli in der Pferdesportarena Schildau ausgetragen. In der Deutschen Meisterschaft der Pony-Einspänner vertrat Jörn Wintgens von der PSG St. Georg Grenzland das Rheinland mit Jiska. Das Paar begann die Meisterschaft mit 59,99 Strafpunkten in der Dressur und damit auf Rang 16. Im anschließenden Kegelfahren kamen weitere 6,00 Strafpunkte hinzu. Seine stärkste Leistung zeigte der rheinische Fahrer jedoch im Gelände. Wintgens und Jiska absolvierten den anspruchsvollen Marathon mit 73,94 Strafpunkten und belegten damit den dritten Platz der Geländeprüfung.
Durch diese starke Geländefahrt arbeitete sich das Gespann in der kombinierten Wertung deutlich nach vorne. Mit insgesamt 139,93 Strafpunkten beendeten Jörn Wintgens und Jiska die Deutsche Meisterschaft auf dem zehnten Platz. Die Gesamtnote setzte sich aus 59,99 Punkten in der Dressur, 6,00 Punkten im Kegelfahren und 73,94 Punkten im Gelände zusammen.
Bronze für das Rheinland in der Länderwertung
Neben der Einzelmeisterschaft wurde in Schildau auch eine Länderwertung der Pony-Einspänner ausgetragen. Dabei wurden die Resultate der für den jeweiligen Landesverband startenden Gespanne zusammengerechnet. Für das Rheinland flossen neben den Ergebnissen von Wintgens mit Jiska auch die Leistung von Miriam Kampmann mit Luminahofs Matteo in die Wertung ein. Wintgens steuerte seine Ergebnisse von 59,99 Punkten in der Dressur, 6,00 Punkten im Kegelfahren und 73,94 Punkten im Gelände bei. Kampmann beendete die drei Teilprüfungen mit 60,88 Punkten in der Dressur, 9,00 Punkten im Kegelfahren und 75,37 Punkten im Gelände. In der Addition kam das Rheinland auf 285,18 Strafpunkte und gewann damit die Bronzemedaille.

Alexandra Sievers erneut Deutsche Meisterin
Den größten rheinischen Erfolg in Schildau erzielte Alexandra Sievers vom RV Rheinische Höhen. Mit ihrer erfahrenen Stute Equistar Lucie gewann sie die kombinierte Prüfung der Para-Einspänner und verteidigte damit ihren Deutschen Meistertitel.
Sievers setzte bereits in der Dressur ein deutliches Zeichen. Mit 44,80 Strafpunkten gewann sie die erste Teilprüfung und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Alle drei Richter führten das rheinische Gespann auf dem ersten Platz ihrer jeweiligen Einzelwertung.
Auch im Gelände bestätigten Sievers und Equistar Lucie ihre Ausnahmestellung. Das Paar bewältigte die sechs Hindernisse mit 67,92 Strafpunkten und erzielte damit nahezu das beste Geländeergebnis der Prüfung. Nur Heiner Lehrter und Alaba RR waren mit 67,72 Punkten ein Hauch besser. Sievers leistete sich lediglich zwei Strafpunkte an einem Hindernis, blieb ansonsten jedoch ohne zusätzliche Fehler.
Im abschließenden Kegelfahren kamen 8,33 Punkte hinzu. Mit einer Gesamtsumme von offiziell 121,05 Strafpunkten gewann Alexandra Sievers die Meisterschaft deutlich. Die vollständige Ergebnisliste weist 44,80 Punkte in der Dressur, 8,33 Punkte im Kegelfahren und 67,92 Punkte im Gelände aus.
Fortsetzung einer Erfolgsserie
Der erneute Titelgewinn von Alexandra Sievers kam nicht überraschend. Die Fahrerin aus St. Augustin gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Para-Fahrerinnen. Bereits 2025 hatte sie mit Equistar Lucie die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Bei der Para-Weltmeisterschaft in Lähden gewann sie anschließend in Grade II sowohl die Dressur als auch das Gelände und das Kegelfahren und verteidigte damit ihren Weltmeistertitel. Gemeinsam mit dem deutschen Team holte sie zudem die Silbermedaille.





