
Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve wurden bei den Para-Dressurreitern zwei Deutsche Meister gekürt. Am finalen Sonntag fanden die Reiter der Grades IV und V ihre Meisterin. Mit Regine Mispelkamp stand am Ende eine der routiniertesten Teilnehmerinnen ganz oben auf dem Treppchen.


Regine Mispelkamp, die ihre Turnierkarriere im Springsattel startete, konnte zwei Wertungsprüfungen der Meisterschaft gewinnen und setzte sich so auch insgesamt an die Spitze des Feldes. Die Pferdewirtschaftsmeisterin hatte mit Pramwaldhofs Bayala und Highlander Delight’s gleich zwei Eisen im Feuer. Am Ende war es der routinierte Highlander Delight’s, der seiner Reiterin zur Goldmedaille verhalf. Die Beiden konnten bereits zwei Mal Paralympisches Edelmetall gewinnen und sind seit sieben Jahren gemeinsam auf Turnieren unterwegs. Mispelkamp ritt den Dunkelfuchs zunächst in Dressurpferdeprüfungen und war mit ihm auch im Regelsport bis zur Klasse M platziert. In Balve konnte sie in diesem Jahr ihrer Favoritenrolle gerecht werden und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Nominierung zur Weltmeisterschaft gehen.
Silber für Helen Schildhauer
Mit Helen Schildhauer und Vulkan Vegas IB gewann ein Nachwuchspaar die Silbermedaille. Die Beiden konnten mit einem Sieg in der zweiten Wertungsprüfung nachhaltig auf sich aufmerksam machen. In der Kür lief es mit 77,675 und Rang zwei ebenfalls gut für das Paar aus Westfalen. Mit nur 0,78 Punkten Abstand zur Goldmedaille darf Schildhauer mit ihrer Leistung in Balve mehr als zufrieden sein. „Es ist schön zu sehen, dass sich auch unsere aufstrebenden Nachwuchsreiter so gut zeigen konnten. Mit Vulkan Vegas hat Helen Schildhauer zudem ein sehr talentiertes Pferd“, freut sich Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer über die gute Leistung des Paares. Sie zeigte sich aber auch insgesamt mehr als zufrieden mit den Teilnehmern: „Wir haben hier wirklich gute Leistungen gesehen und die Reiter hatten zudem viel Spaß. Wir freuen uns sehr, dass wir hier in Balve so gut in das Turnier eingegliedert wurden. Hier lebt man das Thema Inklusion wirklich!“
Bronze für Anna-Lena Niehues
Rang drei und damit die Bronzemedaille sicherten sich Anna-Lena Niehues. Die Pferdewirtschaftsmeisterin aus Gronau hatte 2017 eine Tumor-OP an der Halswirbelsäule, seitdem ist sie inkomplett querschnittsgelähmt. Seit 2022 ist sie im Para-Sport aktiv und konnte damals direkt bei den Weltmeisterschaften in Herning teilnehmen. In diesem Jahr wurde es in Balve im Sattel von Vive L’Amour Rang drei.





