Bedburg

Mattijssen gewinnt das Lohengrin-Championat

Die Lohengrin-Reiterin Judith Kuypers über dem Sprung.

Sommerliche Temperaturen, hochklassiger Reitsport und ein familiäres Miteinander prägten das zweitägige Pfingstturnier des RV Lohengrin Hau auf der Schmeldenheide. Zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer erlebten an beiden Turniertagen spannenden Pferdesport in Dressur und Springen und trotz der Hitze beste Bedingungen für Reiter und Pferde. Schon früh hatte Axel Burg als verantwortlicher Richter der Kommission sogenannte Marscherleichterung erteilt, sodass die Teilnehmer ohne Jackett an den Start gehen durften. Schattenspendende Bäume rund um das Springstadion und das Dressurviereck sorgten zusätzlich für angenehme Bedingungen. 

Bereits zum Auftakt überzeugten in der Dressurpferdeprüfung der Klasse A mehrere typvolle Nachwuchspferde mit guten Grundgangarten und harmonischen Vorstellungen. Petra Simons und Sandra Kühnen sahen im Richterhaus viele Pferde, die willig den Hilfen ihrer Reiter folgten und die gestellten Aufgaben gehorsam meisterten. Den Sieg sicherte sich die Weezerin Linn-Marie Berkhout mit dem fünfjährigen Oldenburger Wallach Zenon’s Fürst. Mit einer Wertnote von 7,7 setzte sich das Paar an die Spitze des Starterfeldes. Im Springstadion gelang Svea Achilles, Keppeln, gleich zu Beginn des Turniers ein Auftakt nach Maß. Fehlerfrei steuerte sie Next Level in 40,94 Sekunden durch die E-Springprüfung über die von Parcourschef Georg Broeckmann fair erstellten Hindernisse. An diese Zeit sollte im weiteren Verlauf niemand mehr herankommen – die Goldschleife war der jungen Amazone damit sicher. 

Auch Franziska Tönnißen vom Club der Pferdefreunde Goch durfte sich über einen Sieg freuen. In der Springpferdeprüfung der Klasse L präsentierte sie die Hannoveraner Stute Astra Rakete rhythmisch und konzentriert im Parcours. Axel Burg und Dieter Kempken beurteilten die Runde mit der Wertnote 8,3. Nur denkbar knapp dahinter platzierte sich Inga Schuurmann, Asperden-Kessel, mit Coco Casca EST und einer 8,2 auf dem zweiten Rang.Für den sportlichen Höhepunkt sorgte schließlich die mittelschwere Springprüfung mit Siegerrunde um das Lohengrin-Championat. Spannung bis zum letzten Ritt war garantiert. Denn insbesondere die Amazonen lieferten sich ein packendes Finale. Als einzige Teilnehmerin blieb Raphaela Mattijssen vom Club der Pferdefreunde Goch mit Cocomel auch in der Siegerrunde fehlerfrei und sicherte sich mit null Strafpunkten in 44,47 Sekunden den umjubelten Sieg. Die Konkurrenz hatte alles riskiert, blieb zwar schneller, musste jedoch jeweils einen Abwurf hinnehmen. So belegten Meike Theis, Asperden-Kessel, mit Ceasar in 41,40 Sekunden und vier Strafpunkten, sowie ihre Vereinskollegin Carolin Ophey mit Caspar (4/43,08) die nachfolgenden Plätze. Jette Roosen aus Kranenburg hatte mit Sisley zwei Hindernisfehler zu verzeichnen und wurde Vierte. Ein Finale, das die Zuschauer bis zuletzt in Atem hielt. 

Entsprechend positiv fiel auch das Fazit der Verantwortlichen aus. „Wir hatten gut präparierte Plätze, allen voran den qualitativ sehr guten Rasenplatz, eine hohe Zuschauerzahl und zufriedene Reiter“, erklärte Lohengrin-Pressewartin Michaela Elze nach Veranstaltungsende. Auch die Vereinsvorsitzende Sarah Lemkamp zeigte sich dankbar für den großen Einsatz der zahlreichen Helfer. Nur durch die engagierte Mitarbeit jedes einzelnen Vereinsmitglieds seien reibungslose Abläufe und die familiäre Atmosphäre möglich gewesen. Ohne ehrenamtliche Unterstützung, so Lemkamp, könnten Veranstaltungen dieser Größenordnung nicht durchgeführt werden. Besonders die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer zu Bodenverhältnissen, Organisation und Gastfreundschaft hätten Veranstalter und Aktive gleichermaßen beflügelt. Ihr Dank galt darüber hinaus den Turnierrichtern, dem Tierarzt, Parcourschef Georg Broeckmann, sowie dem Sanitätsdienst für die faire und professionelle Betreuung während des gesamten Wochenendes. 

Stephan Derks

Foto: Fynn Guba

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