Kalkar

Heimsieg für Miranda Douven und Jette Bosch auf dem Viereck und im Parcours

Vereinsvorsitzender Richard Hartung und Miranda Douven, Trägerin des Malteser-Wanderpokals.

Regen, kühle Temperaturen und aufgeweichter Boden konnten die Begeisterung für den Reitsport am Wisseler See nicht bremsen: Das traditionelle Himmelfahrtsturnier des RV Seydlitz Kalkar entwickelte sich auch in diesem Jahr zu einem echten Publikumsmagneten und bot den zahlreichen Besuchern sehenswerten Sport, familiäre Atmosphäre und beste Unterhaltung. Schon am frühen Morgen herrschte reges Treiben auf der Reitanlage. Insgesamt 17 Prüfungen standen auf dem Programm. Vom Führzügelwettbewerb bis hin zu anspruchsvollen Dressur- und Springprüfungen der Klasse L. Trotz widriger Bedingungen präsentierten die Reiterinnen und Reiter starke Leistungen und bewiesen eindrucksvoll das harmonische Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd. 

Für einen besonderen Höhepunkt aus Sicht des gastgebenden Vereins sorgte Miranda Douven. Die Lokalreiterin ritt mit ihrer Stute Vanity in der A-Dressur mit der Wertnote 8,0 zum Sieg und sicherte sich zusätzlich Platz zwei in der A**-Dressur. Damit gewann sie zugleich den begehrten Malteser-Wanderpokal für das erfolgreichste Vereinsmitglied des Turniers. Ein Heimsieg, der von den Zuschauern begeistert gefeiert wurde. Auch auf dem Springplatz wurde den ganzen Tag über spannender Sport geboten. Vom Gewöhnungsspringen bis hin zu Prüfungen der Klassen E bis L verlangten die Parcours den Teilnehmern viel Geschick und Konzentration ab. Besonderes Augenmerk lag auf der zweiten Station des Rasenchampionats 2026, das zahlreiche Starter nach Kalkar lockte. Höhepunkt des Tages war die Punktespringprüfung der Klasse L mit Joker am späten Nachmittag. Hier setzte sich die heimische Amazone Jette Bosch mit Wirreste durch und sicherte sich nach einer starken Runde die Goldschleife. 

Großes Lob erhielt der gastgebende Verein vor allem für die hervorragenden Platzverhältnisse trotz des Dauerregens. Die aufwendig gepflegte und regelmäßig besandete Rasenfläche erwies sich erneut als absolut zuverlässig. Kein Pferd kam ins Rutschen, der Untergrund hielt den Belastungen stand und wurde von Reitern wie Richtern gleichermaßen gelobt. „Wir sind unglaublich stolz auf unsere Anlage und auf unser gesamtes Team“, zog Vereinsvertreterin Silke Smaalders ein positives Fazit. Besonders der große Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer habe das Turnier erneut möglich gemacht. Gleichzeitig freute sich der Verein über die große Unterstützung durch die Besucher. Trotz Regen und kühlen zehn Grad waren die überdachten Plätze und Gastronomiebereiche durchgehend gut gefüllt. 

So wurde das Himmelfahrtsturnier des RV Seydlitz Kalkar erneut weit mehr als nur eine Sportveranstaltung. Es war ein Treffpunkt für Familien, Pferdesportfreunde und Vatertagsgruppen aus der gesamten Region und ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie eng Sport, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement am Niederrhein miteinander verbunden sind. 

Stephan Derks 

Foto: Silke Smaalders

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