
Einen besseren Einstieg in die Nationenpreissaison 2026 hätten die deutschen Springreiter sich nicht wünschen können. Beim CSIO4* in Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate, sicherten sie sich souverän den Sieg.
David Will war in Sharjah Equipechef, Erster und am Ende auch bester Reiter der Mannschaft in einem. Er saß im Sattel des Big Star-Sohnes Xixo Borgia, der in Sharjah ebenso seinen ersten Nationenpreis ging, wie Lommers v. Carrera VDL unter Sophie Hinners und Vivario Jl Z mit Christian Ahlmann. Lediglich der Casallco-Sohn Casallco’s George PS war mit Maximilian Lill schon einmal für Deutschland im Nationenpreiseinsatz.
Im ersten Umlauf blieben alle vier Paare ohne Abwurf. Christian Ahlmann und Vivario hatten lediglich einen Zeitfehler. Damit ging Deutschland zur Halbzeit in Führung und durfte im zweiten Umlauf dementsprechend als letzte Mannschaft an den Start gehen. Mit vier Fehlern lagen die Iren ihnen dicht auf den Fersen.
David Will und Borgia lieferten auch in Runde zwei eine souveräne Vorstellung ab, waren null und schnell. Maximilian Lill und Casallco’s George kamen hingegen mit zehn Fehlern aus dem Parcours, acht für zwei Abwürfe, zwei Zeitstrafpunkte. Doch Sophie Hinners und Lommers blieben ein zweites Mal null. Und da die Konkurrenz durch Abwürfe ihren Teil dazu beitrug, dass Lills Ergebnis keine Rolle spielte, brauchte Christian Ahlmann gar nicht mehr anzutreten. Mit zehn Strafpunkten gewann das Quartett den ersten Nationenpreis der Saison vor den Vereinigten Arabischen Emiraten mit zwölf Fehlern und und Irland, die ihren vier Fehlern aus Runde eins weitere 16 im zweiten Anlauf hinzufügten.
Weitere Schleifen in Sharjah
Nicht nur im Nationenpreis, auch ansonsten hatten die Deutschen ein gutes Wochenende in Sharjah. Christian Ahlmann hatte neben Vivario auch den zehn Jahre jungen Sheeran WL in Sharjah dabei. Der AES-Hengst ist ein Sohn seines Aachen-Siegers Codex One und gehörte bis vor einem Jahr noch Sofia Abramowitsch, der Tochter des Milliardärs Roman Abramowitsch. Sie hat ihn allerdings nie international vorgestellt. Erst seitdem der Hengst letztes Jahr nach Marl kam, ging er seine ersten CSIs, zunächst mit Ahlmann langjähriger Stallreiterin Angelique Böckmann (geborene Rüsen), später dann mit Ahlmann selbst. Dieses Wochenende war sein bislang erfolgreichstes. In einer 1,45 Meter-Prüfung am Freitag wurde er Zweiter, am Samstag noch einmal Vierter im ersten 1,50 Meter-Springen seines Lebens und das gleich mit Stechen.
Sophie Hinners belegte in dem Freitagsspringen den dritten Platz mit der zehnjährigen Kannan-Tochter Kaleni Jo und wurde zudem noch Zehnte mit dem elfjährigen Event de l’Heribus, einem Calvaro Z-Sohn, der als luxemburgisches Sportpferd gelistet ist, und der von Sabrina Berger in den Sport gebracht wurde, ehe Richard Vogel ihn im Januar 2025 übernahm und im Herbst die Zügel an seine Freundin Sophie übergab. Dank einer schnellen Vier-Fehler-Runde im Umlauf waren die beiden auch Samstag im Geld (Rang zwölf), während Kaleni Jo mit sieben Fehlern aus dem Parcours kam.
Maximilian Lill hatte mit dem elfjährigen Viverter PS v. Vivant vd Heffinck noch ein zweites Eisen im Feuer. Auch dieser OS-Wallach kam in der Lewitz zur Welt, gehörte vielleicht zur selben Aufzuchtherde wie seine Jahrgangsgenossen Xixo Borgia und Casallco’s George, denn auch die stammen aus der Schockemöhle’schen Zucht in Mecklenburg-Vorpommern. Viverter war Sechster am Donnerstag und Siebter am Samstag, hier mit acht Strafpunkten im Stechen.





