Was für ein Wochenende für den 22-jährigen Timm Korte aus Kürten beim CSI Youth in Kronenberg, Niederlande! An einem Sonntag entschied er gleich zwei Große Preise zu seinen Gunsten, unter anderem den Höhepunkt des Turniers.
Das war der 1,45 Meter-Grand Prix der U25-Reiter. Im Sattel von Cornet’s Fire war Timm einer von nur vier Reitern, die sich für das Stechen empfehlen konnten, von denen wiederum nur zwei ein zweites Mal strafpunktfrei blieben. Timm und sein Comme il faut-Sohn legten mit 34,05 Sekunden die Siegerzeit vor.
Das Nachsehen hatte die Belgierin Helena Beyers auf Rosalin du Sud in 35,63 Sekunden. Die absolut schnellste Zeit im Stechparcours hatten Mick Haunhorst und Lily-Rose Jt. de la Limite Z. Die Zangersheider Stute v. Luigi d’Eclipse fegte in 31,37 Sekunden über die Sprünge, nahm aber einmal eine Stange mit, Rang drei. Viertes Paar im Stechen waren Hayato Imoto aus Japan und sein KWPN-Wallach Laptop, die ebenfalls einen Abwurf hatten (39,52 Sekunden).
Zu den Platzierten zählten mit der 19-jährigen Emma Grüntjens aus Kevelaer und Laura Hetzel (25) aus Goch noch zwei weitere Reiterinnen aus dem Rheinland. Grüntjens war mit ihrem DSP-Wallach Air Maxx v. Asti Spumante schnellste Reiterin mit vier Strafpunkten, Platz fünf. Laura Hetzel saß im Sattel ihrer westfälischen Askari-Tochter Angel d’Or und reihte sich direkt dahinter an sechster Stelle ein.
Ebenfalls platziert: Max Paschertz auf Foodfox‘ Cathilde H an siebter Stelle und Emile Baurand mit Champ direkt dahinter. Antonia Ercken und Quiwi’s Stolz rundeten den deutschen Erfolg an zehnter Stelle ab.
Kortes zweiter Streich
Beflügelt hat Timm Korte im U25-Grand Prix möglicherweise auch der vorausgegangene Triumph in der CSI*-Tour. Für den Großen Preis über 1,35 hatte er auf seinen Erfolgspartner seit vielen Jahren gesetzt, Conbalou. Mit dem 15-jährigen Conthargos-Sohn war Korte bereits vor einem Jahr an selber Stelle im gleichen Springen siegreich und auch heute ließ Conbalou ihn nicht im Stich. Mit der einzigen fehlerfreien und noch dazu schnellsten Runde im vierköpfigen Stechen holten sie Platz eins vor der Niederländerin Lieselot Kooremans, Tochter des olympia-erfahrenen Vielseitigkeitsreiters Raf Kooremans, mit Lola-Jay ES. Dritte wurde die EM-Bronzemedaillengewinnerin der Ponyreiter mit der belgischen Mannschaft, Robin Vermeir, auf Sisley van de Hazenhoek.
Großer Preis der Junioren nach Schweden, Schröder Zehnte
Unfassbar knapp war die Entscheidung im Großen Preis der Junioren über 1,40 Meter. Mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung setzte sich schließlich die Schwedin Valentina Jarl auf Celvin FS Z v. Carrera VDL gegen Laura Hertz-Eichenrode im Sattel ihres Hannoveraners Lord Louis v. Lord Fauntleroy durch. Die 16-jährige Laura, die für den Pferdesportverband Hannover im Sattel sitzt, war 39,44 Sekunden schnell. Valentina und Calvin durchbrachen nach 39,41 Sekunden die Lichtschranke. Rang drei holten Olivia Dressler und Kartouche mit ebenfalls fehlerfreien 40,34 Sekunden nach Dänemark. Vierte wurde die Westfälin Hanna Bräuer auf Flash (0/42,34).
Ebenfalls ins Stechen geschafft hatten es die Schleswig-Holsteinerin June Karlinder (17) und Botakara OLD. Mit einem Abwurf belegten sie Platz sechs. Wem der Name der 13-jährigen Stute bekannt vorkommt – die Balou du Rouet-Tochter war jahrelang mit Mario Stevens erfolgreich, platzierte sich mit ihm unter anderem 2024 noch beim CHIO Aachen. Seit dieser Saison sitzt nun June in ihrem Sattel. Dies war der erste gemeinsame Große Preis.
Luna Schröder aus Meerbusch war mit ihrer französischen Diamant de Semilly-Tochter Bangkok Danfer flott genug durch den ersten Umlauf gekommen, um trotz eines Abwurfs als Zehnte noch platziert zu werden. Der Baden-Württemberger Nick Armbruster komplettierte mit Isodermus PP das deutsche Quintett in der Platzierung.
Top Ten für Savvidis bei den Children
Einen niederländischen Doppelsieg gab es im Großen Preis der Children. Mienie Vos setzte sich mit der schwedischen Falaise de Muze-Tochter Hastkullens Fantazie gegen Imke Boden auf Cominka Z durch. Bestes deutsches Paar waren die Schleswig-Holsteinerin Svea Wagner und Mandy mit der fünftschnellsten fehlerfreien Zeit im Stechen und dementsprechend Rang fünf in der Platzierung.
Helene Mila Thane und Darco’s Diamond hatten ebenso einen Abwurf im Stechen wie das Kölner Duo Melina Savvidis und Zeus. Sie wurden damit Neunte und Zehnte.
Großer Preis der Ponys
Den Abschluss des Turniers bildete der Große Preis der Pony-Springreiter. Nach Rang drei im CSI1* wurde es hier der Sieg für Belgiens Robin Vermeir auf ihrer Kristal Sparkle Van Begeveld, und das mit über 1,5 Sekunden Vorsprung. Das Nachsehen hatte der Brite Jack Waddington auf Conella. Dritte wurde die Niederländerin Soleil Bravenboer mit Orchid’s Auriske.
Einziges deutsches Paar unter den Platzierten waren Emma Hertz-Eichenrode und Faiza d’Ouilly für den Landesverband Hannover. Mit einer zügigen Vier-Fehler-Runde im Normalparcours wurden sie Elfte.
Alle Ergebnisse des CSI Youth aus Kronenberg finden Sie hier.





