Matchball OLD 2022 unter Steffi Vieholff-Wolf. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Matchball OLD 2022 unter Steffi Vieholff-Wolf. Foto: sportfotos-lafrentz.de

Steffi Wolfs bzw. Sönke Rothenbergers Matchball ist tot

Matchball OLD 2022 unter Steffi Vieholff-Wolf. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Matchball OLD 2022 unter Steffi Vieholff-Wolf. Foto: sportfotos-lafrentz.de

Wie Sönke Rothenberger gegenüber der niederländischen Website horses.nl bestätigt hat, musste sein Grand Prix-Pferd Matchball OLD eingeschläfert werden.

Er habe eine schwere Infektion gehabt und konnte nicht mehr gerettet werden, erklärte Sönke Rothenberger gegenüber horses.nl. Damit ist Matchball das dritte internationale Grand Prix-Pferd innerhalb weniger Tage, das gestorben ist. Kurz nach den Europameisterschaften in Crozet wurde Andreas Helgstrand Jovian eingeschläfert, laut Pressemeldung wegen Komplikationen in Folge einer Kastrations-OP; dann meldeten die Outstanding Stables von Patrik Kittel und Lyndal Oatley in Dülmen das Ableben der talentierten Stute Dante’s Herzchen wegen Hufrehe.

Matchball OLD und Steffi Viehoff-Wolf

Bekannt wurde Matchball OLD unter Steffi Viehoff-Wolf, die damals noch Chefbereiterin bei Johann Hinnemann in Voerde war. Sie übernahm den Wallach vierjährig.

Zur Welt kam der Oldenburger Millennium-Sohn aus der Wenira v. De Niro-Westminster 2012 bei Helga Lütje. Nach ersten Erfolgen mit Christina und Andreas Voß stellte Steffi Viehoff-Wolf ihn erstmals im November 2016 in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse A vor. Sie gewannen die Prüfung mit einer 8,4.

Im Jahr darauf gingen sie erstmals bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde an den Start und wurden Elfte. Es fehlte noch an der Feinabstimmung, aber das Talent des Rappen war nicht zu übersehen. In den beiden Jahren darauf verpassten sie die Medaillenränge denkbar knapp und wurden jeweils Vierte.

Achtjährig qualifizierte sich Matchball OLD fürs Nürnberger Burg-Pokal Finale und wurde Zehnter. Mit zehn Jahren löste er auf dem Schafhof das Ticket für das Finale des Louisdor-Preises in Frankfurt. Und wie! Dr. Dietrich Plewa kommentierte die Prüfung und prophezeite: „Der Platz im Perspektivkader ist reserviert und der Championatskader in Reichweite. Ganz, ganz tolles Pferd!“ Oder wie Steffi Wolf sagte: „Für mich das beste Pferd auf Erden!“

Allerdings endete mit der Saison 2022 auch die gemeinsame Zeit der beiden.

Fendi und Matchball

Der Louisdor-Preis 2022 war das Finale, in dem Sönke Rothenbergers Fendi einen neuen Notenrekord aufstellte und aussah, wie die nächste Dalera, die letzte deutsche Olympiasiegerin, die ihren Weg über den Louisdor-Preis gegangen ist. Und es war das Finale, in dem Steffi Viehoff-Wolf ihren letzten Ritt auf Matchball hatte. Die beiden belegten Rang vier. Doch schon in Frankfurt wurde bekannt, dass die Familie Rothenberger den Rappen erworben hatte. So zog er aus Voerde nach Hessen.

Auch mit Sönke Rothenberger hatte Matchball noch einige schöne Erfolge, wie zum Beispiel Kür-Siege mit über 80 Prozent in Crozet 2023 und bei den Horses & Dreams 2024. Oder den Sieg im Grand Prix von München im Mai 2024 mit gut 75 Prozent.

Anfang der grünen Saison 2025 saß dann plötzlich Ponyreiterin Nora Feldmann im Sattel von Matchball. Sie ist eine Schülerin von Sönke Rothenbergers Schwester Semmieke und eigentlich vorwiegend noch im Ponysattel aktiv. Anfang des Jahres nahm sie mit Matchball an der Preis der Besten Sichtung in Kronberg sowie dem Preis der Besten selbst in Warendorf teil, wo sie Platz 22 belegten.

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