Das deutsche Juniorteam hat bei den Europameisterschaften der Junioren und Jungen Voltigierer in Le Mans den Titel im Gruppenvoltigieren gewonnen. Mit einer starken Pflicht, zwei überzeugenden Küren und einer Endnote von 7,908 Punkten setzte sich die deutsche Mannschaft deutlich gegen Österreich und Gastgeber Frankreich durch.
Die Nachwuchs-Europameisterschaften wurden vom 29. Juli bis 2. August 2026 im französischen Le Mans ausgetragen. Austragungsort war der Pôle Européen du Cheval, wo parallel auch die Europameisterschaften der Ponyreiter in Dressur, Springen und Vielseitigkeit stattfanden. Im Voltigieren wurden die Titel bei den Junioren bis 18 Jahre sowie bei den Jungen Voltigierern der Altersklasse U21 vergeben.
Rheinländer im Deutschen Team
Für Deutschland gingen mit Jana Düllmann aus Köln, Lina Altindagoglu aus Leverkusen, Antonia Paulick aus Köln, Mira Lehnen aus Moers, Mona Mertens aus Korschenbroich und Evamarie Groner aus Willich das erfolgreiche Team vom Voltigierverein Köln-Dünnwald an den Start, das bereits im Mai den Preis der Besten hatte gewinnen können. Longiert wurde der erfahrene Holsteiner Wallach Calidor von Ines Nawroth.

Deutschland zunächst Zweiter hinter Italien
Der Wettbewerb der Juniorgruppen bestand aus drei Teilen. Den Auftakt bildete die Pflicht am Mittwochmorgen. Anschließend folgten am Freitag die erste Kür und am Sonntagmorgen die Finalkür. Insgesamt traten acht Nationen in der Gruppenentscheidung an: Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, die Schweiz, Russland, Großbritannien und die Slowakei.
Nach der Pflicht lag das deutsche Team zunächst auf dem zweiten Platz hinter Italien. Nach der ersten Runde kam Deutschland auf 7,534 Punkten und übernahm bereits die Führung in der Gesamtwertung.
Starke Finalkür bringt den Europameistertitel
Im abschließenden Kürdurchgang am Sonntagmorgen trat Deutschland als letzte der acht Gruppen an. Jana Düllmann, Lina Altindagoglu, Antonia Paulick, Mira Lehnen, Mona Mertens und Evamarie Groner präsentierten ihre Kür auf Calidor an der Longe von Ines Nawroth konzentriert und ausdrucksstark. Die Vorstellung wurde mit 8,281 Punkten bewertet. Damit erzielte Deutschland die höchste Kürnote des Finales. Besonders stark bewerteten die Richter die Ausführung und den künstlerischen Gesamteindruck: Einzelnoten von bis zu 8,939 Punkten unterstrichen die hohe Qualität der deutschen Darbietung.
Aus den 7,534 Punkten der ersten Runde und den 8,281 Punkten der Finalkür ergab sich die Endnote von 7,908 Punkten. Damit gewann Deutschland die Europameisterschaft mit einem Vorsprung von mehr als drei Zehntelpunkten. Die Silbermedaille ging an Österreich, Bronze an Frankreich.






