Reitschüler und Schulpferde der "Reitschulmanufaktur" Düren sind bereit für die WM in Aachen! Foto: Privat
Reitschüler und Schulpferde der "Reitschulmanufaktur" Düren sind bereit für die WM in Aachen! Foto: Privat

Dürener Reitschule im WM-Fieber

Reitschüler und Schulpferde der "Reitschulmanufaktur" Düren sind bereit für die WM in Aachen! Foto: Privat
Reitschüler und Schulpferde der „Reitschulmanufaktur“ Düren sind bereit für die WM in Aachen!
Foto: Privat

Zumindest ein Teil der Reiter, die vom 11. bis 23. August die deutschen Farben bei der WM in Aachen vertreten, hat einst auf Schulpferden die ersten Erfahrungen im Sattel gesammelt. Nicht für jeden ist die erste Longenstunde der Anfang einer großen Karriere – aber für fast alle der Beginn einer lebenslangen Liebe. Diese ersten Lehrmeister der meisten Reiter, die Schulpferde, kommen bei der WM in Aachen groß raus. Mit dabei sind sechs vierbeinige Helden aus der Reitschulmanufaktur Hannah Enger in Düren mit ihren zweibeinigen Azubis.

Gemeinsam mit dem Dürener Reitverein hat die Reitschulmanufaktur Hannah Enger am Montag, 17. August, bei der WM in Aachen einen Auftritt mit einem Schaubild im Rahmen der FN-Initiative „100 Schulpferde plus“. Dafür musste man sich bewerben und die Dürener gehörten zu den Glücklichen, die mit ihrer Quadrillenchoreografie überzeugen konnten. Nun treten sie beim größten Pferdesportereignis der Welt auf.

Gemeinschaftsprojekt

Dafür wird seit Wochen gebrainstormt, geplant, choreografiert, Musik arrangiert, mit den Pferden trainiert, organisiert und geprobt. Reitlehrerin Hannah Enger sagt: „Für unsere Reitschülerinnen und Reitschüler geht ein Traum in Erfüllung. Dabei geht es um weit mehr als einen einmaligen Auftritt. Aachen ist für uns ein Projekt, das Reiter, Eltern, Helfer und Pferde verbindet.“

Diese Verbindung zu den Pferden ist die Idee hinter Choreografie und Musikauswahl, verraten die Dürener. Denn die Quadrille soll den Zuschauern die unterschiedlichen Charaktere und Persönlichkeiten der Schulpferde näherbringen. Die Vorführung soll zum einen eine Hommage an die stillen vierbeinigen Helden des Alltags sein und zum anderen zeigen, wie eng die Verbindung zwischen Pferden und Menschen ist. Wie Hannah Enger betont: „Ohne unsere Schulpferde gäbe es keinen Einstieg in den Reitsport für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Geduldig und verlässlich, sind sie oft die ersten Lehrer im Sattel.“

Und als solche hinterlassen sie Spuren – in den Erinnerungen ihrer zweibeinigen Schüler, aber natürlich auch bei den Ausbildern. Diese Erinnerungen werden ebenfalls eine Rolle beim Auftritt der Dürener in Aachen spielen.

Zweimal 10 Jahre und schon WM

Nicht nur einmal, sondern gleich zweimal bekommen Helen Reimer und Rapunzel die Chance, sich auf ganz großer Bühne zu präsentieren. Schülerin und Welsh-Pony sind beide erst zehn Jahre alt und gehören zur Reitschumanufaktur von Hannah Enger. Als eines von 16 Reitschulpaaren haben sie sich für die „100 Schulpferde Plus Challenge“ qualifiziert, einen Reiterwettbewerb, der am Sonntag, 16. August, bei der WM Aachen zum Programm gehört.

Die Aktion soll Einblicke in die Nachwuchsarbeit im Pferdesport in Deutschland gewähren – und das Bewusstsein für die Bedeutung der Schulpferde schärfen. Denn ohne sie würde Deutschland nicht in allen sechs Pferdesportdisziplinen, die bei der WM in Aachen zu sehen sein werden, zu den klaren Medaillenfavoriten zählen. So viel ist sicher.

Artikel teilen

Empfohlene Artikel