Das Weltcup-Finale der Dressurreiter in Fort Worth fand mit einer beeindruckenden Siegerin seinen Höhepunkt: Die Britin Becky Moody gewann mit ihrem selbst ausgebildeten Jagerbomb die Kür und setzte sich damit deutlich an die Spitze des Feldes.
Moody präsentierte eine technisch anspruchsvolle und gleichzeitig sehr harmonische Kür. Ihr Auftritt zeichnete sich durch fließende Übergänge, kreative Linienführungen und eine bemerkenswerte Selbstverständlichkeit in der Ausführung selbst komplexer Lektionen aus. Besonders die Kombinationen aus Piaffe, Passage und Galopparbeit wirkten mühelos und präzise abgestimmt auf die Musik. Mit 88,33 Prozent erzielte sie nicht nur die höchste Bewertung des Abends, sondern auch eine persönliche Bestleistung – und sicherte sich damit verdient den Titel.
Simonson und Sysojeva komplettieren Podium
Auf den Plätzen hinter ihr folgte ein international stark besetztes Feld. Der US-Amerikaner Christian Simonson zeigte mit Indian Rock eine kraftvolle und ausdrucksstarke Kür, die vor allem durch Dynamik und technische Schwierigkeit überzeugte. Rang drei ging an Sandra Sysojeva, die für Polen startete und mit Maxima Bella eine elegante und geschlossene Vorstellung zeigte. Beide Paare präsentierten sich in sehr guter Form, konnten jedoch den deutlichen Vorsprung der Siegerin nicht mehr aufholen.

Weltcup-Premiere für Dieudonné
Aus deutscher Sicht überzeugte vor allem Raphael Netz mit DSP Dieudonné. Nach einem noch etwas verhaltenen Grand Prix gelang dem Paar in der Kür eine deutliche Steigerung. Der Rappe wirkte konzentriert, losgelassen und deutlich sicherer im Ablauf. Besonders in der Trabtour konnte Netz die Stärken seines Pferdes ausspielen, während auch die Galopparbeit mit Serienwechseln und Pirouetten auf hohem Niveau gelang. Mit 79,245 Prozent verpasste das Paar zwar knapp die 80-Prozent-Marke, belegte aber einen sehr guten fünften Platz. Es war Netz’ zweiter Start in einem Weltcup-Finale – und der erste mit Dieudonné, der sich dabei auf der großen Bühne hervorragend präsentierte.

Treffinger auf Rang acht
Ein weiteres Ausrufezeichen aus deutscher Sicht setzte Moritz Treffinger. Der 22-Jährige war der jüngste Teilnehmer im Feld und bestritt in Fort Worth sein erstes Weltcup-Finale. Gemeinsam mit dem erfahrenen Fiderdance zeigte er eine insgesamt sehr harmonische und kontrollierte Kür. Kleinere Unsicherheiten zu Beginn beeinflussten das Ergebnis zwar leicht, doch insbesondere in der Galopptour überzeugte das Paar mit präzisen Wechseln und gut ausbalancierten Pirouetten. Treffinger ritt ruhig, konzentriert und mit feinem Gefühl, was sich auch in der Gesamterscheinung widerspiegelte. Mit 77,36 Prozent und Rang acht gelang ihm ein gelungener Einstand auf diesem Niveau.





