Hannes Huthwelker und Quinn sicherten sich das HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Hannes Huthwelker und Quinn sicherten sich das HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de

Drei Rheinländer unter den Top 10 beim HGW Bundesnachwuchschampionat

Hannes Huthwelker und Quinn sicherten sich das HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Hannes Huthwelker und Quinn sicherten sich das HGW-Bundesnachwuchschampionat 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de

Am Samstagabend stand in Neumünster das Finale des HGW Bundenachwuchschampionats auf dem Programm. Die Halle war voll, die Stimmung großartig und die Ritte auch.

Wie schon in der Einlaufprüfung – aus der anders als irrtümlich berichtet alle Reiter in die zweite Wertung eingezogen sind und nicht nur die besten 12 – waren Hannah Blandfort und Chica Bonita bestes rheinisches Paar. Die Richter waren voll des Lobes: „Hannah, ein großes Kompliment“, leitete Joachim Geilfus seinen Kommentar ein. „Du hast vom Anfang bis zum Ende einen schönen Rhythmus gehabt, hattest dein Pferd gut an den Hilfen und warst schön ausbalanciert über dem Sprung.“ Lediglich zwei Wendungen hätte sie nicht ganz auf der Ideallinie erwischt. Gestern vergaben die Unparteiischen eine 8,2, heute wurde es die 8,3 und damit Rang acht in der Endabrechnung.

Letztes Jahr war Hannah noch im Ponysattel bei den Europameisterschaften am Start. Aber sie gehört mit ihren 16 Jahren auch schon bei den Junioren zum Bundeskader, das allerdings mit ihren erfahreneren Pferden Jack und Tara Levista. Chica Bonita ist erst neunjährig und Hannah setzt große Hoffnungen in sie. Sie hat die Chacoon Blue-Tochter durch die Vermittlung von Andreas Kreuzer bekommen, bei dem sie von Zeit zu Zeit trainiert. Hauptsächlich arbeitet sie jedoch mit Judith Thoenes und Franziska Zimmermann zusammen. Einen Teil ihres Zieles für dieses Jahr – „viele coole Turniere reiten“ – hat sie nun schon erreicht.

Dass Neumünster ein cooles Turnier ist, würden wohl auch ihre Kollegen aus dem Rheinland unterschreiben – auch wenn Louis de Witt vom RV Graf Haeseler Sonsbeck – Labbeck heute richtig Pech hatte mit seiner Sabrina. Die beiden zeigten eine harmonische und kontrollierte Runde, hatten aber einen ganz leichten Fehler. „Du hattest deine Stute gut vor dir, gut an den Hilfen und hast ein gutes Distanzgefühl“, lobte Richter Joachim Geilfus. Es wäre eine Wertnote von 8,4 geworden. Doch mit Abzug für den Abwurf wurde es eine 7,9. Das bedeutete Rang 13.

Dafür schafften es zwei andere rheinische Talente in die Top Ten. Das war zum einen Maja Bleser auf Cedric vom RC Gut Neuhaus Grevenbroich, zum anderen Emily April Hülsey mit Sir Lighton Z. Beide erhielten eine 8,2 und teilten sich Rang zehn.

Emilys Vereinskollegin vom RFV Hubertus Anrath-Neersen, Luna Zoe Schröder mit Global Player, kassierte gleich am ersten Sprung einen Abwurf und erwischte den letzten Sprung des Parcours zu dicht, so dass sie heute mit einer 7,1 aus dem Parcours kam.

Die Top vier

Im HGW-Bundesnachwuchschampionat qualifizieren sich die besten vier Paare aus dem Umlauf für das Finale mit (einmaligem Pferdewechsel). Das waren Hannes Huthwelker mit Quinn (die schon die Einlaufprüfung gewinnen konnten) und Marie Schlienkamp auf Celino (beide Westfalen), die beide mit einer 9,0 ins Finale einzogen, sowie Mette Demmler (Hannover) auf Can Jump und Frieda Heinrich auf Bee Gee. Letztere sorgte dafür, dass 75 Prozent der Finalisten aus Westfalen kamen.

Im Pferdewechsel tauschten die beiden 9,0-Paare die Pferd sowie die beiden anderen Finalisten. Hannes ritt also Maries Celino, und Marie durfte Quinn anfühlen. Mette ritt Bee Gee und Frieda Can Jump. Am Ende war es der Quotenmann des Quartetts, Hannes Huthwelker, der das Finale für sich entschied, erneut mit 9,0. Mette Demmler holte Rang zwei nach Hannover, gefolgt von Frieda Heinrich und Marie Schlienkamp auf dem vierten Platz.

Letztere war auch schon letztes Jahr Finalistin, gehörte also schon auf dem Papier zu den Favoriten und bestätigte diesen Eindruck auch im ersten Umlauf. Im Finale machte sie mit Quinn den Anfang. Doch vor Hindernis 9, einem Oxer aus einer gebogenen Distanz, hatte sie ihn nicht mehr ganz sicher zwischen den Hilfen und der Wallach lief am Hindernis vorbei. Als Grundnote gab es eine 8,3 für den Ritt mit Abzügen für Verweigerung und Zeitfehler wurde es eine 7,0.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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