
Das sind sehr traurige Nachrichten. Im Alter von nur 54 Jahren ist der Züchter, Vielseitigkeits- und Jagdreiter Roland Harting aus Königswinter gestorben. Er war europaweit bekannt und beliebt als Teil der Teamleitung für die deutschen Mannschaften bei den Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter.
Ehe Roland Harting in die Rolle des Funktionärs wechselte, war er selbst mit seinem Lancer II-Sohn Lux bei zwei Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter am Start, holte hier 2013 Gold mit dem Team. Zwei Jahre später trat er die Nachfolge von Diedrich Fick an und teilte sich fortan mit Roger Böckmann die Arbeit. Die beiden haben sich dafür stark gemacht, diese besondere Europameisterschaft in Deutschland lebendig zu halten. Sie haben die Mannschaften aufgestellt und die Trainingslager organisiert. Was Roger Böckmann jedoch besonders im Gedächtnis bleibt, ist der Mensch Roland Harting.
Gegenüber der FN sagte Böckmann: „Ich weiß noch, dass ich ihn damals nicht lange überreden musste, das Amt anzunehmen. Roland war ein echter Teamplayer, der durch seine herzensgute, positive und motivierende Art immer für gute Stimmung gesorgt hat. Dabei wird er allen nicht nur als guter Trainer und Coach, sondern auch als begeisterter Saxophonspieler in ewiger Erinnerung bleiben.“
Doch Harting engagierte sich nicht nur in der Vielseitigkeit, sondern auch für seine zweite Leidenschaft, die Jagdreiterei. Seit 2008 gehörte er der Equipage des Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdvereins an. Seit 2021 war er hier Sportwart. Unter anderem hat er den „RWS Cross-Country Day“ ins Leben gerufen, wo Vielseitigkeits- und Jagdreiterei für einen Tag eine Symbiose eingehen.
Unser tief empfundenes Beileid gilt der Familie und den Freunden von Roland Harting, allen voran seiner Frau Alexandra und seinen Söhnen Valentin und Konstantin.





